Zuletzt aktualisiert: September 22, 2021

Du interessierst dich für Online-Werbung beziehungsweise Online-Marketing oder machst das vielleicht sogar beruflich? Dann hast du bestimmt schon einmal von dem Begriff Cost per Impression gehört. Was bedeutet aber dieser Begriff? Was genau werden die Kosten mit diesem Abrechnungsmodell berechnet? Wie steht Cost per Impression im Zusammenhang mit Cost per Mille (CPM), Cost per Click (CPC) oder Cost per Order (CPO)?

In unserem Beitrag zu Cost per Impression erhältst du alle wichtigen Informationen rund um die Kosten, die pro angezeigte Werbung entstehen. Wir erklären dir, wie das Abrechnungsmodell angewendet wird und funktioniert, außerdem wie diese berechnet werden. Zudem erfährst du, welche Vor- und Nachteile du bei der Anwendung des Cost per Impression Modells erwarten kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Cost per Impression Modell, kurz CPI, ist eine Abrechnungsmethode für die Kosten von Werbeanzeigen im Marketing. Das Cost per Impression Modell berechnet den Preis gemessen an den Aufrufen einer Website, den sogenannten Ad Impressions.
  • Beim CPI-Modell wird üblicherweise ein für 1000 Aufrufe einer bestimmten Anzeige, ein Festbetrag bestimmt. Dieser wird Cost Per Mille (CPM) genannt, im Deutschen spricht man vom Tausenderkontaktpreis (TKP).
  • Zur Bestimmung des CPM-Werts wird der Preis für die Anzeige durch die Reichweite des jeweiligen Werbeformats geteilt und mit 1000 multipliziert.

Glossareintrag: Der Begriff Cost per Impression im Detail erklärt

Im Zusammenhang mit Online-Marketing bist du möglicherweise schon über den Begriff Cost per Impression gestoßen, was bedeutet er aber? Damit du umfassend informiert bist, haben wir für dich in den folgenden Abschnitten die wichtigsten Fragen rund um den Ausdruck Cost per Impression aufgegriffen. So weißt du, worauf es ankommt und bist Experte, wenn es sich um Kosten für Online Werbung handelt.

Was versteht man unter Cost per Impression?

Unter Cost per Impression oder kurz CPI, beschreibt eine Abrechnungsmethode für Kosten von Werbeanzeigen im Marketing. Das Cost per Impression Modell berechnet den Preis gemessen an den Aufrufen einer Website, den sogenannten Ad Impressions. (1)

Üblicherweise wird hierzu meistens ein Festbetrag für 1.000 Aufrufe einer Anzeige festgesetzt, was als Cost per Mille (CPM) bezeichnet wird. Wenn die Anzeigen tausendmal angezeigt worden sind, muss der Werbetreibende die festgelegte Provision zahlen. Im Deutschen spricht man vom Tausenderkontaktpreis (TKP). Dieser Begriff kommt aus dem klassischen Marketing.

Wie funktioniert das Cost per Impression Modell?

Ein Anbieter möchte Werbeanzeigen auf der Website eines Affiliate schalten lassen, welcher eine bestimmte Vergütung für diesen Service erhält. Wann diese Vergütung stattfindet, muss vorher abgesprochen werden und je nach Abrechnungsmethode unterscheidet sich diese. Nachdem der Werbende das Budget für einen gewissen Zeitraum (zum Beispiel ein Monat oder ein halbes Jahr) festgelegt hat, werden die Ausspielungen an das Budget angepasst. Das heißt: Zu Beginn des Zeitraums wird die Anzeige öfter geschaltet als am Ende.
Cost per Impression (CPI), Cost per Action (CPA) und Cost per Click (CPC) stellen die Gesamtkosten von Werbekosten im Marketing dar.

Beim Cost per Impression Modell werden die Kosten üblicherweise wie oben erwähnt nach den Costs per Mille (CPM) abgerechnet. Das heißt, erscheint eine Werbeanzeige 1000 Mal, so muss der Anbieter dem Affiliate den vorher festgelegten CPM-Preis zahlen. Ob ein Besucher zusätzlich auf die Werbeanzeige klickt, ist dabei völlig irrelevant. Costs per Impression entstehen also im Gegensatz zu anderen Vergütungsmodellen im Online-Marketing erfolgsunabhängig.

Die Cost per Impression beziehen sich in jedem Fall auf eine einzelne Impression beziehungsweise Werbeanzeige. Will ein Anbieter zum Beispiel zusätzlich zu einer Banneranzeige eine Skyscraper-Werbung schalten, so werden für jeden Seitenaufruf zwei Impressionen verbucht.

Wie berechnet man die Costs per Impression?

Das CPI-Modell eignet sich besonders für beliebte, stark frequentierte und top gerankte Website. Der Auftraggeber zahlt also primär für den Marktwert der Homepage, auf der die Anzeige platziert wird. Je mehr Traffic eine bestimmte Seite erzielt, desto höher ist auch der Marktwert.

Den Preis für die Werbeanzeige legt entweder das Werbenetzwerk oder der Werbepartner fest. So sind Preise für Werbung auf stark frequentierten Seiten höher. Größe und Platzierung der Werbeanzeigen spielen zusätzlich eine entscheidende Rolle. Der Auftraggeber kann dennoch den Preis festlegen, den er maximal bereit ist zu zahlen. Dieser festgelegte Preis wird dann als Maximalbudget festgelegt.

Nur mit der Betrachtung von KPIs (Key Performance Indikatoren) lassen sich verschiedene Werbemaßnahmen miteinander vergleichen. (Bildquelle: Austin Distel / unsplash)

Hat man sich einmal auf das Maximalbudget geeinigt so kann der CPM-Preis berechnet werden. Hierzu wird der Preis für die Anzeige durch die Reichweite des jeweiligen Werbeformats geteilt und mit 1000 multipliziert. Der daraus resultierende Wert beschreibt den CPM. (2)

Ein Beispiel: Wenn eine Anzeige 500 Euro kostet und die Homepage, auf der die Anzeige platziert wird, durchschnittlich 100.000 Personen erreichen kann, so ergibt sich ein CPM von 5 Euro.

Wofür benötigt man Cost per Impression?

Für das Online-Marketing ist der CPI-Wert ein relevanter Key Performance Indicator (KPI). Der CPM-Preis wird für die Preiskalkulation von Werbekampagnen und der Auswahl von geeigneten Werbemitteln benötigt. Die CPI werden zusammen mit den Costs per Click (CPC), sowie den Costs per Oder (CPO) dafür verwendet, die Kosteneffektivität und Rentabilität von Online-Werbung zu bewerten. (3)
Die CPI Kennzahl empfiehlt sich besonders, wenn es in der Kampagne um die Steigerung der Markenbekanntheit, des Imagegewinns sowie der Aufmerksamkeit einer bestimmten Zielgruppe geht und keine Conversion erzielt werden soll.

Conversion bedeutet, die Umwandlung eines Besuchers einer Website zu einem Kunden beziehungsweise zum registrierten Nutzer. Dabei werden CPI Kampagnen meistens nur auf stark frequentierten Seiten verwendet, um maximales Prestige zu erreichen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei Cost per Impression?

Ein Vorteil der CPI Abrechnungsmethode ist, dass sie besonders leicht zu überprüfen ist und mit dem CPM-Preis genauer zu targetieren ist. So kann der Unternehmer das Werbebudget genauer kalkulieren und kann sich somit vor unvorhersehbaren Investitionen schützen.

Im Gegensatz zum Cost per Click (CPC) Abrechnungsmodell, wird beim CPI nicht erst dann bezahlt, wenn auch auf die Anzeige geklickt worden ist, sondern bereits im Vorhinein für die Einblendung der Werbung selbst. So können die Werbenden selbst entscheiden, wie viel Geld sie für die Kampagne ausgeben wollen.

Vorteile

  • Leichte Überprüfbarkeit
  • Genaue Tagetierung und Budgetplanung
  • Schutz vor unvorhersehbaren Investitionen
  • Festbetrag nicht erfolgsbasiert

Nachteile

  • Keine Daten zur Erfolgsmessung bei klassischem Marketing
  • Hohe Kosten ohne Nutzen möglich
  • Eignung nur für Online Marketing

Im klassischen Marketing ergibt es für den Werbetreibenden beim CPI-Vergütungsmodell einen großen Nachteil: Zwar kann dieser mit einer Werbekampagne viel Werbung ausspielen lassen, es ist jedoch unklar, wie viele von diesen Impressionen tatsächlich eine Conversion abgeschlossen haben. Der Werbende hat keine Daten, wie erfolgreich seine Kampagne war. Hierbei besteht die Gefahr, dass hohe Kosten ohne wirklichen Nutzen entstehen. Das Risiko einer solchen Kampagne, nicht wirtschaftlich zu sein, ist also hoch. Wird die CPI-Methode jedoch im Online-Marketing angewendet, ist dies nicht der Fall. Durch verschiedene Tools kann man gut nachverfolgen, wie die CPI-Kampagne angeschlagen hat.

Welche Begriffe stehen im Zusammenhang mit Cost per Impression?

Der Begriff Cost per Impression stellt mit weiteren Bezeichnungen wie CPM, CPC, CPA, CPL und CPO wichtige Begriffe und Modelle für Online-Werbung bzw. das Online-Marketing dar. Was diese Begriffe im Einzelnen bedeuten wird nachfolgend erklärt.

Cost per Mille (CPM)

Die Cost per Mille, auch Tausender Kontaktpreis, ist eine Kennzahl zur Berechnung von Anzeigenkosten.Diese gibt den Preis an, den man für die Einblendung von 100 Werbeanzeigen bzw. Impressionen bezahlen muss. Ähnlich wie beim CPI richtet sich der Preis nach dem Erfolg bzw. der Bekanntheit der Website. (2)

Cost per Click (CPC)

Die Kosten pro Klick werden als CPC abgekürzt und bedeuten dass mit jedem Klick auf eine Werbeanzeige Kosten für den Werbenden entstehen. Die Höhe der Kosten richten sich hier anhand des zu Grunde liegenden Suchbegriffs bzw. Keywords und deren Erfolgsrate. Populäre Suchbegriffe wie zum Beispiel “Bankkonto Online” weisen einen höheren Preis pro Klick auf, als das Keyword “Pferd”. (4)

Cost per Action (CPA)

Unter den Costs per Action versteht man ebenfalls Kosten, jedoch geben diese die effektive Wirkung einer bestimmten Maßnahme an. Die “Action” wird zu Beginn einer Kampagne definiert und beschreibt eine beabsichtigte Handlung, die man sich von einem User wünscht: beispielsweise die Angabe einer Email Adresse, den Kauf eines Produktes oder der Ausdruck eines Gutscheins. Erst wenn die vordefinierte Aktion eintritt, muss die Provision bezahlt werden. (5)

Cost per lead (CPL)

Die Cost per Lead beziehen sich auf die Anzahl an qualifizierten Neukunden-Anfragen, die eine Werbeanzeige erzielt hat. Advertiser werden hierbei für die Generierung von Leads bezahlt. Werbepartner zahlen in diesem Fall nicht für einen Verkauf oder einen Klick auf die Website, der durch Werbemaßnahmen zustande kommt, sondern für die Kontaktaufnahme eines Nutzers. Das Cost per Lead Modell wird meist dann genutzt, wenn nicht mit einem direkten Kauf eines Besuchers im Web zu rechnen ist, weil das angebotene Produkt erklärungsbedürftig ist, wie zum Beispiel eine Lebensversicherung. (6)

Cost per Order (CPO)

Die CPO oder die Kosten pro Bestellung sind der Preis, der auf der Anzahl an Bestellungen basiert, die aufgrund einer Werbeschaltung generiert werden. Diese können die angefallen Kosten eines getätigten Verkaufs, einer Bestellung oder eines Leads im E-Commerce angeben. Der Wert CPO dient im Online-Marketing der Berechnung aller Kosten, die im Laufe einer Bestellung und auch bei der Leadgenerierung anfallen. Dazu gehören etwaige Kosten für verschiedene Werbemaßnahmen, das Abschließen eines Abonnements und obligatorische Kosten für den Versand eines Produktes. (7)

Fazit

Das Cost per Impression Modell unterscheidet sich von anderen Abrechnungsmethoden, dass dieses nicht erfolgsabhängig ist. Der Werbende muss den festgelegten Betrag bezahlen, egal wie viele User die Werbung tatsächlich erreicht hat. Genau das ist der große Vorteil bei der Verwendung von CPI für Werbenden sowie Unternehmer. Der Werbetreibende kann die Werbekosten so genauer kalkulieren sowie das Budget besser targetieren. Somit müssen keine unvorhersehbaren Investitionen getätigt werden und die Werbekosten können gut geplant werden.

Neben der CPC-Methode ist die CPI eine der am häufigsten verwendeten Abrechnungsmethoden im Internet. Netzwerke wie Facebook Business oder Amazon nehmen auf diesem Weg einige Einnahmen ein. Die Netzwerke geben dabei die Anzeigengestaltung und den Preis für tausend Einblendungen vor und bieten den Werbetreibenden zusätzlich noch passende Partner-Websites.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-cost-per-impression-cpi

[2] https://business.trustedshops.de/blog/cost-per-mille-cpm/

[3] https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/147078539904100404#articleCitationDownloadContainer

[4] https://www.wordstream.com/cost-per-click

[5] https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-cost-per-action-cpa

[6] https://unternehmer.de/lexikon/online-marketing-lexikon/cost-per-lead

[7] https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/cost-per-order-cpo

Bildquelle: 123rf / georgejmclittle

Warum kannst du mir vertrauen?

Testberichte