Zuletzt aktualisiert: September 22, 2021

Du kennst den Begriff Hyperlink und was dahintersteckt? Dann hast du wahrscheinlich auch schon einmal von Deeplinks gehört, die eine von zwei Unterkategorien von Hyperlinks bilden. Wenn du dir aber noch nicht ganz sicher bist, was es damit auf sich hat und was die konkreten Funktionen von Deeplinks sind, möchten wir dir hiermit gerne weiterhelfen.

In diesem Beitrag erklären wir dir das Thema Deeplink und klären dich über die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die wichtigsten Vor- und Nachteile dieser Hyperlinkart im Jahr 2021 auf. Nach dem Lesen bist du auf dem neuesten Stand und kennst dich bestens mit dem Thema Deeplink aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Deeplink bezeichnet eine von zwei Unterkategorien von Hyperlinks. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass er nicht bloß auf die Startseite einer Website verweist, sondern auf eine tiefere Unterseite einer Domain.
  • Deeplinks werden gerne verwendet, vor allem in den Bereichen Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Das rührt daher, dass Deeplinks zu stärkerer Conversion-Rate, Kundengewinnung und erhöhter Kaufanreize beitragen.
  • Aus rechtlicher Perspektive ist die Verwendung von Deeplinks abgesichert, jedoch befinden sie sich nach wie vor in einer gewissen Grauzone, was erlaubt ist und was nicht. Wichtig ist für dich, darauf zu achten, dass du dich stets im Rahmen der gesetzlichen Lage bezüglich des Urheberrechts befindest, denn sonst läufst du Gefahr, ordentlich draufzuzahlen.

Glossareintrag: Der Begriff Deeplink im Detail erklärt

Im Folgenden haben wir für dich die wichtigsten Fakten zum Thema Deeplink zusammengefasst und erklärt. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, die hier eine Rolle spielen, haben wir für dich recherchiert, damit du dir einen Überblick verschaffen kannst.

Was ist ein Deeplink?

Grundsätzlich lässt sich ein Deeplink als Untergruppe von sogenannten Hyperlinks kategorisieren. Bei diesen Hyperlinks unterscheidet man eben zwischen Deeplinks und Surfacelinks. Zweitere verweisen in ihrer Funktion nur auf die Anfangsseite eines Internetauftritts, also einer Website beispielsweise. (1)
Deeplinks verweisen in der Regel auf die Unterseite einer Website.

Wenn du mit Hyperlinks vertraut bist, weißt du auch, wie du einen Deeplink im Text oder ähnlichem erkennen kannst. Bei diesem spezifischen Hyperlink findet sich sein Daseinsgrund direkt im Namen, denn wie dieser schon verrät, verlinkt er direkt tief auf ein Unterthema einer Website. Dies erspart einem das mehrmalige Durchklicken, bis man zu diesem Thema tatsächlich gelangen würde.

Einem Deeplink wird beispielsweise eine höhere Wertigkeit zugesprochen, da er meist eine stärkere Empfehlung mit sich bringt. Deeplinks können darin unterschieden werden, ob sie eine externe Verlinkung beinhalten oder ob es sich um eine interne Verlinkung handelt, die auf die eine tiefer liegende Unterseite einer Website verweist. (5)

Wie funktioniert der Deeplink?

Im Allgemeinen funktionieren Deeplinks nach dem Prinzip eines Hyperlinks, nämlich, dass ein Link auf einer Seite platziert wird, der, wenn man ihn anklickt, einen wiederum auf eine weitere Seite weiterleitet. Dieser Vorgang erfüllt den Zweck, dass User eine Website nicht mehrmals durchforsten müssen, um zu der gewünschten Seite zu gelangen, sondern direkt dorthin geleitet werden.

Ein Deeplink funktioniert also mittels eines Verweises auf eine andere Seite. Worauf genau verwiesen wird, ist vorab nicht ersichtlich, denn dabei kann es sich um einen Text, ein Video, ein Bild oder ein offenes Verzeichnis handeln. Die Verwendung von Deeplinks kann aus unterschiedlichen Gründen stattfinden, jedoch stehen häufig profitable Funktionen im Vordergrund, die dem Deeplink eine gewisse Beliebtheit verschaffen.

Im Online-Marketing und bei der Suchmaschinenoptimierung sind Deeplinks ein beliebtes Mittel zur Websitestärkung. (Bildquelle: Glenn Carstens-Peters / unsplash)

Die Hauptfunktion eines Deeplinks ist somit der tiefere Verweis in eine Website und nicht nur auf die Startseite, unabhängig davon, worauf genau. Im Bereich des Online-Marketings erfüllt der Deeplink beispielsweise die Funktion einer Hilfestellung zur Kundengewinnung.

Wenn die Verwendung von Deeplinks strategisch klug eingesetzt wird, kann damit die Conversion-Rate einer Website Verbesserung erfahren. Auch aus SEO-Sicht sind Deeplinks ein hilfreiches Mittel, welches dazu beiträgt, Inhalte auf einer Internetseite zu kräftigen.

Welche rechtliche Rahmenbedingungen sollte ich bei einem Deeplink beachten?

Bestimmte Deeplinks können rechtliche Probleme verursachen. Beispielsweise können Hyperlinks als Deeplinks, die zu urheberrechtlich geschützten Werken hinführen, dazu führen, dass der Betreiber der Homepage aufgrund “Verletzung der Rechte des öffentlichen Zugriffs” rechtliche Konsequenzen hat. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn jemand durch den Inhalt seiner Website einen finanziellen Gewinn erzielt. (2)

Um Missbrauch zu vermeiden, hat er daher bestimmte Schutzmechanismen eingerichtet, damit niemand den Link kostenlos öffnen kann. Man kann jedoch bestimmte Techniken verwenden, um solche Sperren zu umgehen. Dies kann jedoch das Recht verletzen, Inhalte nur gegen eine Gebühr öffentlich bereitzustellen. (4)

In entsprechenden Gerichtsklagen wurde klargestellt, dass bezahlte Deeplinks möglicherweise nicht von anderen Benutzern geladen werden und weiterhin kostenlos verwendet werden. Links und deren Inhalt unterliegen unter bestimmten Bedingungen dem Urheberrecht. Daher haben wir nachfolgend die wichtigsten Punkte, die du bei der Verwendung von Deeplinks beachten solltest, zusammengefasst:

  • Korrekt verwenden: Der Zweck der Suchmaschinenoptimierung besteht darin, gewisse Inhalte durch Deeplinks zu verbessern. Bei Verwendung dieser Methode besteht jedoch das Risiko, dass solche Links auf Unterseiten auch als Manipulationsversuche klassifiziert werden können. Um diese Situation zu vermeiden, muss beachtet werden, dass das Verhältnis von Backlinks zur Startseite und Deeplinks zu den Unterseiten korrekt ist und sich innerhalb der Gesetzmäßigkeiten befindet.
  • Grauzone Deeplinks: Die Verwendung von Deeplinks ist umstritten, da spezielle Links verwendet werden können, um einzelne Websites oder Medien, wie zum Beispiel Fotos, vom Angebot zu trennen. Wenn das Gesamtangebot auf solchen separaten Seiten nicht erwähnt wird, können böswillige Benutzer die darin enthaltenen Informationen als ihre eigenen Informationen weitergeben.
  • Suchmaschinen: Bei der Verwendung von Suchmaschinen ist zu beachten, dass diese normalerweise direkt auf die entsprechende Unterseite des Produkts verweisen, auf der der ausgewählte Suchbegriff im Seiteninhalt enthalten ist. Wenn die entsprechende Seite einen Rahmen verwendet, kann der Konzeptteil mit zusätzlichen Informationen verloren gehen, was wiederum rechtswidrig wäre.

Entscheidend ist nicht, ob Deeplinks wirksam geschützt sind, sondern ob sie dies überhaupt sind. Es muss eine klare Bereitschaft bestehen, geschützte Inhalte nur unter bestimmten Bedingungen zu veröffentlichen. In diesem Fall handelt es sich um eine Zahlungsverpflichtung.

Da sich Deeplinks in ihren Ausführungen in einer rechtlichen Grauzone befinden, sollte man bei ihrer Verwendung darauf achten, sich immer im gesetzlichen Rahmen zu bewegen. (Bildquelle: Tingey Injury Law Firm / unsplash)

Die Feinheiten des Urheberrechts sind nur wenigen Personen zugänglich, und die Inhalte im Internet werden normalerweise als öffentlich angesehen und jeder kann sie frei nutzen. Ein solches Missverständnis kann dich schlussendlich viel Geld kosten. Eine Urheberrechtsverletzung ist keine triviale Angelegenheit und sollte nach Möglichkeit unbedingt vermieden werden. (3)

Grundsätzlich wurde vom Bundesgerichtshof bereits 2003 entschieden, dass das Setzen von Deeplinks beziehungsweise das direkte Verlinken an Unterseiten nicht rechtswidrig ist. Dennoch sollte bei Verlinkungen dieser Art immer darauf geachtet werden, das Urheberrecht im Hinterkopf zu behalten.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei einem Deeplink?
Der vielleicht größte Vorteil von Deeplinks ist die Benutzerfreundlichkeit. Wenn potenzielle Kunden in einer Suchmaschine nach Produkten suchen, werden sie direkt auf verschiedene Seiten weitergeleitet, auf denen sie geeignete Produkte oder Dienstleistungen erwerben können. Kunden vermeiden auf diese Weise langwierige Suchvorgänge auf der Website des Anbieters.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Kaufwahrscheinlichkeit hoch ist, wenn Kunden direkt zum Produkt gebracht werden. Ein weiterer Vorteil von Deeplinks ist, dass man das Ranking in Suchmaschinen verbessern kann. Hierbei gelten folgende Bedingungen: Je mehr Unterseiten und Produkte mit Deeplinks man im Internet platziert, desto höher ist das Ranking in Suchmaschinen, was letztendlich zu einem höheren Absatz von Produkten führt. (1, 4)

Vorteile:

  • tragen zur Kundengewinnung bei
  • schaffen Mehrwert für Websitenbetreiber
  • stärkere Conversion-Rate
  • erhöhter Kaufanreiz

Nachteile:

  • stellen eine Grauzone im Gesetz dar
  • können zu rechtlichen Problemen führen

Deeplinks können auch dazu beitragen, Agenturprovisionen zu generieren. Bei Geschäftsbeziehungen zwischen Mitgliedern enthält der Hyperlink zur Produktunterseite einen zusätzlichen Code, damit das Mitglied mit dem Händler identifiziert werden kann. (5)

Der Verkäufer kann anhand der Partneridentifikation bestimmen, wohin der Benutzer auf eine bestimmte Unterseite geleitet werden soll. Abhängig von der erfolgreichen Conversion können unterschiedliche Provisionserträge generiert werden. (5)

Deeplinks stellen eine Hilfestellung bei der Kundengewinnung dar und erhöhen mit ihrer Strategie die Kaufwahrscheinlichkeit (Bildquelle: Rupixen.com / unsplash)

Die Nachteile von Deeplinks beschränken sich tatsächlich auf die rechtlichen Konsequenzen, die mit der falschen Verwendung von Deeplinks einhergehen kann. Wenn man hierauf jedoch Acht gibt und sich zuvor genügend informiert, was alles beachtet werden muss, um im rechtlichen Rahmen zu bleiben, kann man sich einen Deeplink durchwegs zum Vorteil machen.

Wie kann man einen Deeplink selbst erstellen?

Zu Beginn solltest du dir Fragen zu den richtigen Keywords stellen. Dein eigenes Suchmaschinenmarketing ist eng mit diesen Keywords verbunden. Ohne die richtigen Informationen läufst du schnell Gefahr, dass die von dir ausgewählten Keywords zunächst sinnvoll erscheinen, für die eigentliche Zielgruppe jedoch völlig neu sind. Der Inhalt muss stets für den Benutzer relevant sein.

  1. Zu Beginn solltest du Überlegungen zu den richtigen Keywords anstellen und diese richtig auswählen, da sie später den Erfolg deines Deeplinks mitbeeinflussen werden.
  2. Informiere dich vorab über die Internetbasics bzw. URL-Strukturen und mach dir die wichtigsten Kenntnisse in diesen Bereichen zu eigen, um auch in den verschiedenen Betriebssystemen klarzukommen.
  3. Zudem ist es enorm wichtig, dass die Relevanz deiner Inhalte allzeit im Vordergrund steht, da diese bei den Usern dafür sorgt, dass sie sich angesprochen fühlen und in Folge deine Deeplinks anklicken werden.

Wenn du beispielsweise eine Suchmaschine verwendest und hier den Firmennamen eingibst, lautet die Empfehlung normalerweise die Homepage, bei der es sich um die Homepage des Unternehmens handelt. Hier ist bereits ein qualifiziertes Suchmaschinenmarketing in Kraft: Wenn du nach einem relevanten Unternehmen suchst, wird bereits nach ein wenig Vorrecherche sofort die entsprechende Unterseite vorgeschlagen, wie beispielsweise das Geschäft oder die erbrachte Dienstleistung.

Die Navigation auf deine eigene Website ist eine wichtige Regel für clevere Links in Inhalten.

Wenn man jedoch nach einem bestimmten Produkt sucht, findet man den Hersteller möglicherweise im ersten Vorschlag. Wenn man auf diesen Deeplink klickt, gelangt man direkt zur entsprechenden Produktinformations-Unterseite.

Der Interessent kann die Produkte vor sich platzieren, ohne auf die Unterkategorie des Angebots zu klicken, und sie direkt in den Warenkorb legen. Sie werden sehen, dass diese Navigation im Web und im Internet sehr verbreitet ist.

Durch das Einrichten von Deeplinks kannst du in der Regel auch die Klickrate deiner Website erheblich erhöhen, da Benutzer aufgrund verschiedener Navigationsarten länger auf Ihrer Website bleiben. Sie möchten nur mehr über den Inhalt erfahren. Daher klicken sie auf den Deeplink, um weitere Informationen zu erhalten.

Fazit

Deeplinks stellen somit eine hervorragende Wahl dar, Websiten zu stärken, potenziellen Kunden das Navigieren auf die gewünschten Seiten zu erleichtern und somit die Kundenzufriedenheit anzuregen und brauchbare Kaufanreize zu fördern. Oftmals ist auch ein Mix aus verschiedenen Arten von Links, wie beispielsweise hier Surfacelinks und Deeplinks, sehr zu empfehlen, da man dadurch zusätzlich ein gutes Ranking begünstigt.

Solange du dich im Vorfeld gut informierst, was genau du mit der Verwendung von Deeplinks erreichen möchtest und deine Ziele klar absteckst, wirkt sich das auch positiv auf die Reaktionen der Menschen aus, die mit deinen Links in Berührung kommen. Solange du dich also mit der Kreierung deiner Deeplinks im gesetzlichen Rahmen bewegst, steht dem Ganzen nichts im Wege.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0164121219301803

[2] https://www.sem-deutschland.de/inbound-marketing-agentur/online-marketing-glossar/was-ist-ein-deeplink/

[3] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0020025518303013

[4] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0267364901007129

[5] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0167923618300575

Bildquelle: Markus Spiske / unsplash

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