Zuletzt aktualisiert: September 22, 2021

Du hast dich schon immer gefragt, warum deine Werbeanzeigen von Google nicht so häufig abgespielt werden? Dann hast du sicher schon nach möglichen Gründen dafür gesucht. Mit Sicherheit bist du auf den Begriff Impression Share bei deinen Recherchen gestoßen und möchtest jetzt genauer wissen, was das ist.

In diesem Artikel erfährst du alles über das Impression Share im Jahr 2021. Wir informieren dich darüber, was das genau ist und wie Impression Share genau funktioniert. Zudem werden wir dich in die verschiedenen Arten von Impression Share einführen und zeigen dir, wie du dein Impression Share verbessern kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Impression Share ist eine gute Option, wenn du sehen möchtest, wie häufig deine AdWord-Anzeigen von Google abgespielt werden im Verhältnis zu dem, wie häufig sie hätten abgespielt werden können.
  • Bei den Arten von Impression Share musst du immer zwischen Displaynetzwerk und Suchnetzwerk unterscheiden. Auch spielen dein Budget und der Anzeigenrang ein große Rolle.
  • Impression Share solltest du immer mit in deine Anzeigenplanung einbeziehen, wenn du erfolgreich eine Anzeige schalten möchtest und dein ziel ist eine möglichst breite Masse zu erreichen.

Glossareintrag: Der Begriff Impression Share im Detail erklärt

Damit du dich über den Begriff Impression Share ganzheitlich informieren kannst, haben wir dir hier einige wichtige Fragen zum Thema zusammengestellt. Danach solltest du gut informiert sein, was Impression Share ist und wie du damit in Zukunft umgehen kannst.

Was ist Impression Share?

Impression Share heißt auf deutsch Impressionsanteil und wird mit IS abgekürzt.

Du kannst deinen Impression Share abrufen, um zusehen, wie er sich über einen gewissen Zeitraum hin entwickelt hat. Zudem siehst du deine Impression auch als Zahlenwerte und kannst dir einen guten Überblick verschaffen. (Bildquelle: Stephen Phillips / Unsplash)

Google definiert Impression Share als den Prozentsatz der Impressionen, die Ihre Anzeigen erhalten, im Vergleich zur Gesamtzahl der Impressionen, die Ihre Anzeigen hätten erhalten könnten. (1)

Doch was genau versteht man unter Impression?

Impression ist eine Kennzahl und beschreibt den Kontakt zwischen einer Anzeige und dem Internetnutzer. Impression gibt an, wie häufig deine beispielsweise Google AdWord-Anzeigen oder auch Bing Ads abgespielt werden.

Wie funktioniert Impression Share?

Hier ein Beispiel damit du dies besser verstehen kannst. Du hast ein Unternehmen und schaltest über beispielsweise Google eine Anzeige um deine Produkte besser vermarkten zu können. Sobald diese Anzeige auf dem Bildschirm eines Google Nutzers angezeigt wird, wird eine Impression vermerkt. Die erreichten Impressionen werden dann auf das Unternehmenskonto bei Google angerechnet.
Auch bei anderen Suchmaschinen wie Bing oder Firefox kannst du deine Anzeigenfrequenz über das Impression Share einsehen.

Doch natürlich stellt dir nicht nur Google ein solches Konto zur Verfügung.

Deine Anzeige ist für mehrere Keywords in der Google Suche ausgerichtet. Wenn eines dieser Keywords beispielsweiße 100 mal am Tag eingegeben wird, dann wäre dein möglicher Impressionsanteil bei 100. Doch nur 50 Anzeigen wurden den Nutzern wirklich gezeigt. Damit liegt dein Impressionen Share bei 50%. (5)

Welche Arten von Impression Share gibt es?

Beim Impressionen Share musst du zwischen möglichen Impressionen und entgangenen Impressionen unterscheiden. Wir haben dir in der ersten Auflistung die Arten der Impressionen zusammen gestellt, die möglich gewesen wäre.

  • Anzahl möglicher Impressionen im Suchnetzwerk: Anzahl der tatsächlich ausgespielten Anzeigen im Suchnetzwerk, geteilt durch die geschätzte Anzahl an möglichen Anzeigen
    Anzahl möglicher Impressionen im Displaynetzwerk: Anzahl der tatsächlich ausgespielten Anzeigen im Displaynetzwerk, geteilt durch die geschätzte Anzahl an möglichen Anzeigen

Die oben dargestellten Kennzahlen sind die beiden wichtigsten und legen den Grundbaustein von Impression Share. Aber auch in der nächsten Tabelle wird wieder in Suchnetzwerk und Displaynetzwerk unterschieden.

  • Anzahl entgangener Impressionen im Suchnetzwerk (Budget): Dies ist ein geschätzter Prozentsatz und zeigt, wie oft eine Anzeige aufgrund eines unzureichenden Budgets nicht im Suchnetzwerk angezeigt wurde.
  • Anzahl entgangener Impressionen im Displaynetzwerk (Budget): Dies ist ein geschätzter Prozentsatz und zeigt, wie oft eine Anzeige aufgrund eines unzureichenden Budgets nicht im Displaynetzwerk angezeigt wurde.
  • Anzahl entgangener Impressionen im Suchnetzwerk (Rang): Dies ist ein geschätzter Prozentsatz und zeigt, wie oft eine Anzeige aufgrund eines zu niedrigen Anzeigenrangs nicht im Suchnetzwerk angezeigt wurde.
  • Anzahl entgangener Impressionen im Displaynetzwerk (Rang): Dies ist ein geschätzter Prozentsatz und zeigt, wie oft eine Anzeige aufgrund eines zu niedrigen Anzeigenrangs nicht im Displaynetzwerk angezeigt wurde. (2)

Jetzt stellt sich die Frage, was genau das Budget und der Rang sein sollen.

  • Budget: Dein Unternehmen hat für seine Anzeigen ein tägliches Budget bei z.B. Google festgelegt. Ist dieses erschöpft, so können deine Anzeigen nicht mehr ausgespielt werden, obwohl noch potential zu eventuelle Keyword Suchen vorhanden ist.
  • Rang: Der Anzeigenrang setzt sich aus zwei Faktoren zusammen. Ersten den Klickpreis und zweitens den Qualitätsfaktor.

Doch wie sehe ich, was mein aktueller Rang bzw. mein festgelegtes Tagesbudget ist. Das erklären wir die im folgenden Abschnitt.

Wie kann ich den Impression Share einsehen?

Wir erklären dir, wie du deinen Impression Share einsehen kannst, am Beispiel von Google. (2) Die folgende Anleitung kannst du aber auch auf andere Suchmaschinen übertragen. Es sollten keine großen Unterschiede bestehen.

  1. Rufe die Seite von Google Ads auf ( früher als Google AdWords bekannt).
  2. Wechsel dann zum Reiter “Kampagnen”.
  3. Nun solltest du unter dem Tab Spalten auf “Spalte anpassen” gehen.
  4. In der linken Spalte solltest du nun in blauer Schrift das Wort “Wettbewerbsmesswerte” stehen sehen. Da klickst du drauf.
  5. Nun solltest du die für dich relevanten Messwerte hinzufügen. Mache das indem du mit den entsprechenden Kästen hinter den Messwerten deine Aktion auswählst.
  6. Nun musst du nur noch auf “Übernehmen” klicken.

Es ist enorm wichtig deinen Impression Share immer wieder einzusehen und neu zu prüfen. Denn nur wenn du nachschaust, wie du mit deinen Anzeigen im Netz dastehst und wie viele deiner potenziellen Kunden deine geschalteten Anzeigen wirklich sehen, kannst du deinen Impression Share auch verbessern. Und nur, wer einen hohen Impression Share hat, kommt mit seiner Kampagne weiter.

Wie kann ich den Impression Share verbessern?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du deinen Impression Share verbessern kannst. Es ist wichtig, dass du einen hohen Impression Share hast und ihn regelmäßig kontrollierst. Wir wollen dir hier ein paar deiner Möglichkeiten aufzeigen, um deinen Impression Share zu verbessern.

  • Geotargeting: Um deine Anzeige zu verbessern, musst du sie an eine bestimmte Sprache oder einen bestimmten Markt anpassen. (3)
  • Pay-per-Click-Anzeigenqualität: Wenn du deine Anzeige näher an ein Alleinstellungsmerkmal deines Produkts oder die Dienstleistung deines Unternehmens anlehnen kannst, hast du eine Chance mehr Impressionen zu bekommen. (3)
  • Budget erhöhen: Natürlich geht das nicht immer, aber wenn du merkst, dass du dein Potential wegen eines zu niedrigen Budgets nicht ausschöpfen kannst, überlege dir mehr dafür zu investieren. (4)

Warum kann ich den Impression Share nicht sehen?

Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten, weshalb du deinen Impression Share nicht sehen kannst. Dabei wird dir nicht wie üblich eine Prozentzahl angezeigt, sondern es erscheint ein Strich in dem dafür vorgesehenem Feld. Wir haben dir die Möglichkeiten hier einmal aufgezeigt.

  • Falscher Zeitpunkt: Je nach Kampagne steht dein Impression Share zu unterschiedlichen Uhrzeiten zur Verfügung. Der Impression Share wird nur einmal am Tag ermittelt und kann deshalb nicht in Echtzeit eingesehen werden. Der Impression Share für Montag wird beispielsweise erst am Dienstag für deine Kampagne sichtbar. Wenn du also den Zeitpunkt auf “Heute” setzt, wird dir nie ein Impression Share angezeigt werden. Du kannst deinen Impression Share nur rückläufig einsehen. (2)
  • Falsche Messwerte: Du musst bei deinen Einstellungen für den Impression Share auch die richtigen Kampagnen auswählen. Wenn du eine Displaykampagne durchführst, dann sollte in deiner suche auf “Anteil an mögliche Impressionen im Displaynetzwerk” eingestellt sein. Für Suchkampagnen solltest du dann dementsprechend “Anteil an möglichen Impressionen im Suchnetzwerk” einstellen. Wenn du dies nicht tust, dann wirst du kein Ergebnis erhalten. (2)

Welche rechtliche Rahmenbedingungen sollte ich beim Impression Share beachten?

Beim Impression Share gibt es keinerlei rechtliche Verpflichtungen.
Solange du nur innerhalb des entsprechenden Anbieters wie Google Ads oder Bing Ads deine Parameter optimierst, hast du keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten.

Du solltest dich lediglich an die von den Suchmaschinen vorgegebenen Richtlinien halten. Zudem solltest du natürlich nicht versuchen zu betrügen oder dich bei Google ins Netzwerk einhacken. Aber das versteht sich ja von selbst.

Was ist der Unterschied zwischen einer Shopping-Kampagne und einer Hotel-Kampagne?

Du musst dich vor dem Anlegen eines entsprechenden Kontos allerdings entscheiden, ob du eine Shopping-Kampagne führen möchtest, oder eine Hotel-Kampagne. Denn diese beiden Varianten funktionieren in der Einsicht und Verwaltung de Impression Shares unterschiedlich. Die Shopping-Kampagnen funktionieren genauso wie eine einfache Textwerbung.

Im Gegensatz zu einer Shopping-Kampagne wird eine Hotel-Kampagne darin bewertet, an welcher Position deine Anzeige im Buchungsportal gezeigt wird. Hierbei gibt es ein sogenanntes Top-Slot und ein Menü-Slot. Im Top-Slot werden die Anzeigen angezeigt, für die am meisten geboten wurde. Im Menu-Slot stehen die weiterführenden Anzeigen, die als weitere Empfehlung unter einem angeklickten Angebot stehen.

Welche Vor- und Nachteile hat Impression Share?

In diesem Abschnitt wollen wir dir die Vor- und Nachteile aufzeigen, das Impression Share mit sich bringt. Wir haben dir die wichtigsten Punkte nachfolgend in einer Auflistung zusammengefasst.

Vorteile:

  • Überblick, wie häufig eine Anzeige geschaltet wird
  • Unternehmen kann schneller reagieren
  • Wachstumspotenzial kann ermittelt werden
  • Optimierungspotenzial kann ermittelt werden

Nachteile:

  • Optimierungsdruck
  • Unzufriedenheit mit Häufigkeit der Anzeigenschaltung

Um das Ganze noch einmal kurz zusammen zu fassen, der Impression Share bietet eine gute Möglichkeit, dein Wachstums- und Optimierungspotenzial deiner Anzeigen schnell und einfach einzusehen. Du kannst als Unternehmen schnell auf Ungereimtheiten reagieren und so Unzufriedenheit in Bezug auf die Häufigkeit deiner Anzeigenschaltungen verhindern.

Fazit

Den Impression Share deiner Anzeigen immer im Auge zu behalten, ist eine gute Möglichkeit, deine geschalteten Anzeigen noch erfolgreicher zu machen. Du kannst ganz leicht einsehen, an welchen Stellen du eventuell noch etwas nachbessern musst, um eine höhere Sicht- bzw. Klickrate zu bekommen. Zudem stellt dein Unternehmen schnell fest, an welchen Stellen noch Wachstums- bzw. Optimierungspotenzial da ist.

Gutes Impression Share zu erzeugen, ist nicht gerade einfach. Doch wenn du dich etwas mit der Thematik auseinander gesetzt hast, dann wirst du merken, dann es dir und deinem Unternehmen in Bezug auf Werbeanzeigen viel bringen wird. Umso höher dein Impression Share, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass du mehr verkaufst und dadurch mehr Umsatz bzw. Gewinn erzielst.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://support.google.com/google-ads/answer/2497703?hl=en

[2] https://www.smarketer.de/blog/impression-share/

[3] https://www.adtaxi.com/blog-roll/2018/01/30/impression-share-matter

[4] https://www.wordstream.com/blog/ws/2013/10/28/adwords-impression-share

[5] https://www.pmg.com/blog/calculate-impression-share/

Bildquelle: Myriam Jessier / unsplash

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