Zuletzt aktualisiert: September 22, 2021

Der Begriff Monetarisierung ist dir schon häufiger begegnet, doch eigentlich weißt du nicht genau, was es bedeutet? Gerne haben wir die wichtigsten Informationen auf den Punkt gebracht und für dich zusammengefasst. Nach der Lektüre dieses Artikels bist du ein Experte in Bezug auf Monetarisierungsmodelle und darauf vorbereitet, dies für dich einzusetzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Bezug auf das Internet sind unterschiedliche Angebote und Dienstleistungen monetarisierbar
  • Eine Monetarisierung ist möglich mit (digitalen) Produkten und verschiedenen Werbearten
  • Die bekanntesten Plattformen zur Monetarisierung sind Mobile Apps, Websites oder YouTube-Videos

Glossareintrag: Der Begriff Monetarisierung im Detail erklärt

Im Folgenden haben wir dir die wichtigsten Informationen rund ums Thema Monetarisierung zusammengestellt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen, damit du selbst ein Experte im Monetarisieren wirst.

Was bedeutet Monetarisierung?

Der Begriff definiert im Allgemeinen die Bewertung in Geldeinheiten. Ebenso wandelt man Werte in Geld um, indem man sie monetarisiert.

Monetarisierbar können Arbeitsleistungen, Ideen, Umweltschäden oder Schulden sein. Es handelt sich in diesen Fällen um Sachwerte, die durch Veräußerungen in Geld umgewandelt werden.

Im Internet ist Monetarisierung ein Geschäftsmodell im Online-Marketing. Als Betreiber einer Website kannst du Einnahmen generieren. Jedoch nicht nur mit Online-Shops: Es gibt noch weitere Einnahmequellen, um beispielsweise Dienstleistungen zu verkaufen – vielfach mit Werbung. Virtuelle Produkte wie Computerspiele oder Mobile Apps sind neben E-Books weitere digitale Produkte, mit denen man Geld einnehmen kann, indem man verschiedene Dienstleistungen monetarisiert.

Für welche Bereiche sind Monetarisierungen möglich?

Generell für alle physischen Vermögensgegenstände, dazu zählen beispielsweise genauso Immobilien oder Kraftfahrzeuge. Ebenso monetarisiert werden können auch Vermögensgegenstände, welche physisch nicht vorhanden sind: Lizenzen, Patente oder Verlagsrechte.

Im Internet ist Monetarisierung eine Methode, um mit digitalen Angeboten Geld zu verdienen. In der Computerspielbranche finden sich Angebote für Games, die in ihren Basisfunktionen kostenlos sind. Die Anbieter generieren Profit, in dem Zusatzangebote kostenpflichtig sind, ebenso werden oftmals Werbebanner aufgeschaltet. Auch viele Mobile Apps funktionieren nach diesem Prinzip.

Du kannst digitale Produkte monetarisieren, um damit Geld zu verdienen. Wichtig ist, die passende Strategie zu finden. (Bildquelle: icons8-team / Unsplash)

Ebenfalls monetarisiert werden können Websites/Blogs. Viele Inhalte sind kostenlos, weitere Features wie Online-Webinare nur gegen Bezahlung nutzbar. Bekannt ist vor allem YouTube für die Monetarisierung digitaler Videos.

Wie monetarisiere ich einen Blog?

Einen Blog zu monetarisieren, ist auf verschiedenen Wegen möglich:

  • ein Experte in einer Nische zu werden
  • Online-Kurse produzieren und verkaufen
  • ein Coaching-Business gründen
  • E-Books erstellen und zum Verkauf anbieten
  • mit Affiliate-Marketing
  • virtuelle Konferenzen/Events, für die man Online-Teilnahmekarten braucht
  • eine bezahlte Mitgliedschaft
  • gesponserte Blogbeiträge
  • einen Podcast erstellen und anbieten
  • einen Online-Shop anbieten
  • Spenden akzeptieren (in Form von Apps via PayPal z. B.)
  • digitale Produkte (Vorlagen, MP3s, etc.) zum Download anbieten

Mit dem Bloggen alleine erzeugst du keine Einnahmen. Wichtig ist, dass du dich für einige der oben genannten Monetarisierungsstrategien entscheidest, die zu deinem Blog passen.

Wie kann ich meine Website monetarisieren?

Nicht jede Website ist automatisch ein Blog, weshalb wir dir hier weitere Möglichkeiten zur Monetarisierung vorstellen.

In erster Linie hilfreich ist: Traffic. Die Besucher deiner Website sollte pro Monat durchschnittlich mindestens 1000 Besucher betragen. Doch wie kommt man zu mehr Traffic? Um es ganz knapp auf den Punkt zu bringen: mit SEO. Wichtig sind hochwertige Inhalte mit einer ebenso hohen Benutzerfreundlichkeit.

Nur so ziehst du mehr Leser an Land, die auch noch gerne und lange auf deiner Website bleiben. Interne und externe Links in deinen Beiträgen wertet Google als positiv, sodass du höher gerankt wirst.

Verkauf deines Webprojektes

Wenn du eine erfolgreiche Website gestaltet hast, du die Betreuung aber nicht weiter verfolgen kannst/möchtest, kannst du diese auch verkaufen. Diverse Plattformen bieten einen Service zur Abwicklung an. (1)

Affiliate-Marketing

Hierbei handelt es sich um eine Strategie, bei der du die Angebote oder Produkte eines anderen Dienstleisters auf deiner Website anbietest. Zu diesem Zweck werden speziell generierte Links in die Inhalte integriert, welche auf den Anbieter weiterleitet. Dieser bietet in der Regel eigene Produkte zum Kauf an. Erwirbt einer deiner Besuche über diesen Link ein Produkt, erhältst du als Webseiten-Betreiber eine Provision.

Inzwischen finden sich auch hier diverse Affiliate-Plattformen, in welcher man sich zur jeweiligen Website passende Angebote suchen kann. Beispiele: Dreht sich auf deiner Website alles um Technik, kannst du passende Produkte empfehlen. (2)

Achtung: Du solltest die Links stets auf ihre Seriosität prüfen. Mit bestimmten SEO-Tools, wie beispielsweise Seobility, kannst du deren Ranking prüfen. Wichtig ist hierbei, ob die Links sauber sind oder von Google bereits negativ gerankt wurden.

Performance Werbung

Hierbei handelt es sich um klassische Werbebanner und -anzeigen. Damit kannst du Werbung auf deiner Seite vermieten, indem du die Werbung integrierst. Der Verdienst richtet sich hier auch nach den Besucherzahlen deiner Seite sowie auch dem Thema. Bezahlt wird meist mit sogenannten CPCs, also „Costs per Click”, welche mit dem Banner erzielt werden.

Einen Mitgliederbereich etablieren

Du kannst deine Website auch splitten: In kostenlose und in kostenpflichtige Inhalte. Mit einem exklusiven Mitgliederbereich lockst du Kunden an, für Content mit Mehrwert etwas zu bezahlen. Beispiele dafür sind Tutorials oder hilfreiche Artikel mit Tipps, die man nicht überall erhält.

Unterseiten deiner Website vermieten

Ist ein Einbauen in deine Seite technisch und auch inhaltlich möglich, kannst du eine Unterseite einem Anbieter zur Verfügung stellen. Auf dieser stellt er sein Angebot direkt vor. Somit ist es eine etwas umfangreichere und offensive Form des Affiliate Marketings.

Social Media-Postings

Wenn du einige Social-Media-Kanäle zur Bewerbung deines Blogs nutzt, kannst du über diese ebenfalls Werbung verbreiten. sich um eine indirekte Methode: Da du mit deinem Social-Media-Profil auch Werbung für deine Website machst, handelt es sich um eine indirekte Monetarisierungsform für diese.

Deine Website als Referenz für andere Arbeiten anbieten

Dies hängt natürlich von deinem Know-how ab – was kannst du, wovon andere profitieren? Texte schreiben oder Logos/Grafiken designen? Deine Website dient als Plattform für deine Kompetenzen, wodurch du deine Dienste anderen vorstellen und gegen Bezahlung Aufträge annehmen kannst. (3)

Produkte entwickeln / verkaufen

Ein Produkt zu entwickeln und in einem Shop zum Verkauf anzubieten, ist die etwas aufwändigere Variante. Du musst nicht nur die passenden Produkte definieren, sondern auch einen Online-Shop aufbauen. Das ist zeit- und kostenaufwändig.

Produkte über deine Website zu verkaufen, kann äußerst rentabel sein. Jedoch muss ein guter Webshop professionell geführt werden, um Kunden anzulocken. Die Qualität der Produkte sollte natürlich ebenso stimmen. (Bildquelle: Igor Meske / Unsplash)

E-Books

Ebenso möglich ist die Entwicklung von digitalen Produkten. Eine bekannte Variante ist hierbei das E-Book: Hier musst du anfangs auch etwas Aufwand investieren, um dieses zu erstellen. Danach kannst du es jedoch nicht nur auf deiner Website, sondern auch bei anderen Anbietern verkaufen, welche digitale Produkte anbieten. (4)

Google AdSense

Mit einer Anmeldung bei Google Adsense kannst du einen Code in deine Website einbinden, der Werbeanzeigen passend zum Inhalt abbildet. Damit ist es möglich, passende Werbeanzeigen zum Inhalt der Seite zu erzeugen. Schreibst du beispielsweise über Musik, können entsprechende Produkte wie Lautsprecher oder Streaming-Dienste beworben werden. (5)

Spenden

Ähnlich wie bei einem Blog, jedoch thematisch nicht immer passend: den Lesern die Möglichkeit zum Spenden anbieten. Dies ist heutzutage mittels Einfügen eines speziellen Codes in der Website möglich. Die User werden entsprechend weitergeleitet und können einen freiwilligen Betrag beispielsweise über PayPal spenden. (6)

Wie kann man YouTube-Videos monetarisieren?

Um Videos auf YouTube zu monetarisieren, gibt es im Profil ein Untermenü namens „Monetarisierung“. Mit der Aktivierung wirst du zum Partner von YouTube: Dies mit der Einblendung von Werbeanzeigen. Hierfür gibt es jedoch Mindestvoraussetzungen, die man als YouTube-Videoanbieter erfüllen muss.

Du brauchst mindestens 1000 Abonnenten für eine Monetarisierung deines YouTube-Kontos. Eine Wiedergabezeit an Videos von insgesamt 4000 Stunden in 12 Monaten ist ebenfalls eine Voraussetzung. Das YouTube-Partnerprogramm sollte in dem Land verfügbar sein, in welchem du lebst. Weiterhin ist ein AdSense-Konto notwendig, mit welchem du dein YouTube-Profil verknüpfst. (7)

Einen erfolgreichen YouTube-Channel auf die Beine zu stellen, braucht viel Aufwand, Geduld und Ausdauer. Erst ab einer bestimmten Anzahl von Followern kannst du deinen Channel monetarisieren. (Bildquelle: Gianandrea Vill / Unsplash)

Wie monetarisiere ich eine Mobile App?

Auf den ersten Blick am naheliegendsten: Für die Nutzung der App Geld verlangen. Im App Store oder im Googles Play Store sind diese entsprechend downzuloaden. Eine Garantie für Profit ist dies aber nicht: Es muss sich um eine qualitativ hochwertige App handeln, die im Vergleich zu einem kostenlosen Anbieter deutlichen Mehrwert bietet.
Bietest du einen hohen Mehrwert mit deiner App, lohnt sich ein kostenpflichtiger Download.

Doch gerade bezüglich Apps möchte nicht Jede(r) Geld ausgeben, wenn es nicht notwendig ist. Ist die App tatsächlich einzigartig, kann es sich lohnen: Das Engagement der Nutzer ist meist höher, eben aufgrund des bezahlten Betrages.

E-Mails / Newsletter

Eine weitere mögliche Monetarisierung ist es, mit einer kostenlosen App E-Mail-Listen zusammenzustellen. Dies realisiert man, indem ein E-Mail-Abonnement-Formular integriert, mit welcher sich die Nutzer registrieren. Mit dem Versand von E-Mails kann man so auf Produkte aufmerksam machen, und diese zum Verkauf anbieten.

In-App-Werbung

Funktioniert ähnlich wie die Aufschaltung von Bannern auf Websites oder YouTube. Der Vorteil ist hierbei, dass die App zum kostenlosen Download verfügbar ist. Dazu gibt es diverse Möglichkeiten:

  • Banner
  • Videos
  • Anzeigen

In-App-Käufe

Häufig sind diese bei Spiele-Apps zu finden, um beispielsweise bestimmte Features zu nutzen, um weitere Spielfortschritte zu erreichen. Einmalige Zahlungen für eine generelle Funktionserweiterung sind ebenso möglich.

Abonnements

Mit der Zahlung eines regelmäßigen Beitrages ist eine Monetarisierung einer Mobile App ganz einfach möglich. Der User sollte damit diverse Vorteile genießen, welche damit er sein Abo lange nutzt.

Eine Mobile App sollte nutzerfreundlich gestaltet sein, um sie zu monetarisieren. Für gute Qualität sind die User bereit, Geld zu investieren. (Bildquelle: Kelly Sikkema / Unsplash)

Sponsoren: Funktioniert ähnlich wie beim Monetarisieren von Websites. Beispielsweise mit dem Einblenden des Sponsors nach dem Start der App.

Freemium-App

Dieses Modell zeichnet sich durch einen kostenlosen Download aus, jedoch mit begrenzten Nutzungsmöglichkeiten. Der User soll animiert werden, in die Vollversion zu investieren. Wichtig ist es hierbei, genug kostenlose Funktionen anzubieten, welche neugierig auf die bezahlte Version machen. Bei zu vielen Gratis-Features besteht die Gefahr, dass der User keinen Bedarf für den Kauf der Vollversion sieht. (8)

Fazit

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Monetarisierung im Internet. Mit Plattformen wie einer eigenen Website, einer Mobile App oder einem YouTube-Kanal lassen sich vielfältige Angebote monetarisieren. Du kannst nicht nur Produkte in einem Online-Shop anbieten, sondern auch deine Dienste, beispielsweise als Texter oder Designer.

Die Monetarisierungsmodelle reichen über Werbeinserate, den Verkauf von Online-Kursen oder bezahlten Mitgliedschaften. Auch mit Spenden-Apps oder Podcasts lassen sich Einnahmen generieren. Empfehlenswert ist es, sich für einzelne, passende Varianten zu entscheiden, um diese erfolgreich zu realisieren.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.unternehmer-radio.de/wie-sie-eine-website-verkaufen/

[2] https://digitalenomaden.ch/affiliate-marketing

[3] https://pagewizz.com/geld-verdienen-im-internet-eigene-dienste-anbieten-27245/

[4] https://e-book-corner.blogspot.com/

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Google_AdSense

[6] https://de.blogpascher.com/plugins-Wordpress/wie-Add-a-button-de-don-paypal-on-Wordpress

[7] https://www.spiegel.de/netzwelt/web/youtube-monetarisierung-durch-neue-regeln-erst-ab-1000-abonnenten-a-1188304.html

[8] https://de-de.facebook.com/audiencenetwork/news-and-insights/monetization-opportunities

Bildquelle: Austin Distel / unsplash

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