Zuletzt aktualisiert: September 22, 2021

Wenn du öfter im Netz unterwegs bist, ist dir bestimmt schon mal eine Webseite mit Responsive Design begegnet. Sicherlich kannst du mit dem Begriff „Responsive Design“ noch nichts anfangen. Allerdings ist das Thema wichtig bei der Erstellung oder Optimierung von Webseiten, besonders wenn du eine eigene Webseite hast und viel Wert auf SEO und Google Rankings legst.

In diesem Beitrag erfährst du alles über Responsive Design. Wir erklären dir, wie Responsive Design funktioniert, wie es aussieht und wie es angewendet werden kann. Zudem erfährst du, welche Vor- und Nachteile es beim Responsive Design gibt, damit du das Thema besser bewerten kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Webseite mit Responsive Design passt sich dem Endgerät an. Je nach Bildschirmgröße wird das Layout verändert, damit große oder kleine Bildschirme die Webseite lesbar wiedergeben.
  • Responsive Design ist wichtig für die gleichbleibende Qualität der Webseite, sowie das Ranking auf Google. Damit die Webseite höher gerankt wird, müssen Webseitenbesucher den Aufenthalt als angenehm empfinden und länger auf der Webseite verweilen.
  • Jede Webseite kann mit Responsive Design optimiert werden. Je nach bestehender oder neuer Webseite gibt es verschiedene Möglichkeiten, Responsive Design zu implementieren.

Glossareintrag: Der Begriff Responsive Design im Detail erklärt

Um dich über das Thema Responsive Design ausreichend zu informieren, haben wir alle wichtigen und meist-gestellten Fragen zu diesem Thema für dich zusammengefasst und beantwortet.

Was ist Responsive Design?

Beim Responsive Design wird die Internetseite auf die verschiedenen Bildschirmgrößen eines Endgeräts angepasst. Der Aufbau sowie die Navigationselemente der Webseite werden optimiert, sodass Qualität und Informationsgehalt der Webseite auf Bildschirmen von groß bis klein gleich bleiben. (1)

Der Begriff ist im deutschem als „reagierendes Webdesign“ definiert, da die Ansicht sich je nach Geräteart ändert und demnach „reagiert“. (2)

Warum ist Responsive Design wichtig?

Früher wurden Webseiten ausschließlich für Desktop-Bildschirme erstellt wurden. Heute jedoch werden durch die Entwicklung kleinerer Geräte wie Smartphones oder Tablets Webseiten immer häufiger mobil aufgerufen. Deshalb müssen Webseiten optimiert werden. (3)

User-Experience

Um die Lesbarkeit und Benutzerfreundlichkeit der Website zu erhalten, müssen traditionelle Webseiten an kleinere Bildschirme angepasst und optimiert werden. Wenn die Webseite nicht optimiert wird, muss der mobile User zoomen, um den Text zu erkennen. Auch könnten Inhalte wie Bilder verschoben werden und den Text verdecken oder unlesbar machen. Ein schlechtes Layout kann dazu führen, dass Webseitenbesucher schnell verärgert sind und die Webseite schon nach wenigen Sekunden verlassen. (4)

Je wohler sich ein Besucher auf der Webseite fühlt, desto länger bleibt dieser auf der Seite.

Bei einer einfachen Nutzung der Webseite findet der Besucher schneller Informationen. Das führt zu einer positiven User-Experience (Erfahrung) und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit zum Kauf (Conversion-Rate). Eine gute Webseite hilft ein modernes Image und eine hohe Professionalität zu vermitteln. So kann eine Webseite von Vorteil sein, um für die eigene Firma zu werben. (4)

SEO

Die Optimierung von Webseiten ist nicht nur wichtig für die User-Experience, sondern auch für das Ranking der Webseite. Denn „Mobile Friendliness“, übersetzt mobile Nutzerfreundlichkeit, ist ein Rankingfaktor für Google. Das ist ein wichtiger Aspekt für SEO und das zusammenhängende Ranking der Website. (3)

Je höher die Webseite im Ranking ist, desto öfter wird sie aufgerufen. (4)

Ein weiterer Faktor für SEO ist „Duplicate Content“. Um eine gute Bewertung bei Google zu erzielen, darf es keine weiteren Website-Versionen für Endgerät geben, da sonst doppelter Inhalt entsteht. (4)

Wie funktioniert Responsive Design?

Damit die Webseite an jedes Endgerät angepasst werden kann, werden Inhalte nicht mit Pixelangaben erstellt, sondern mit relativen Werten. So werden Schrift- und Bildgrößen in relative Einheiten definiert, wie zum Beispiel Prozent. So kann das Layout der Webseite an die Bildschirmgröße des Endgerätes angepasst werden, indem Texte und Bilder prozentual verkleinert oder vergrößert werden.

Damit die Webseite weiß, welches Format angezeigt werden muss, gibt es Media-Queries. Diese fragen den Gerätetyp, sowie die Eigenschaften des Geräts, ab und geben die Informationen an den Server weiter. (5)

Wie sieht Responsive Design in der Umsetzung aus?

Um Responsive Design umzusetzen, werden im CSS-Code Breakpoints gesetzt, die die Auflösung definieren. Es kann eingestellt werden, wie sich das Layout verändern soll, wie zum Beispiel, ob das Bild unter dem Text angezeigt wird, statt neben dem Text. (4)

Die Ansicht der Webseite wird beim Reponsive Design auf das Gerät angepasst – ob Smartphone, Tablet oder PC. (Bildquelle: Tumisu / pixabay)

Es gibt zwei Methoden, um Responsive Design zu implementieren. Hier spielt es eine Rolle, ob die Webseite schon besteht oder noch erstellt werden muss. Responsive Design kann auch auf bestehende Webseiten angewendet werden. Bei der Erstellung einer neuen Webseite ist Responsive Design Standard. (4)

Graceful Degradation

Bei einer bestehenden Seite wird der Inhalt schrittweise verbessert. So wird die Desktop-Ansicht der Seite verkleinert (Degration). Elemente werden dann herausgenommen, zusammengefasst oder verschoben, damit das Layout auf einen Smartphone-Screen passt. (4)

Progressive Enhancement

Bei einer neuen Webseite werden Webseiten für die mobile Ansicht erstellt (Mobile-First-Konzept). So wird die Seite für das kleinste Gerät erstellt, damit die Seite auf das wesentliche reduziert werden kann. Für die größeren Versionen werden dann schrittweise Verbesserungen gemacht (Progressive Enhancement), indem Bilder, Animationen oder Extras hinzugefügt werden.

Für das Erstellen von Responsive Design Webseiten gibt es viele Modelle, vorgegebene Layouts oder Programme. Inzwischen ist Responsive Design Standard bei der Webseitenerstellung, sodass Werbeagenturen oder Webseiten-Programme den Inhalt automatisch als „responsive“ programmieren. (4)

Ab wann lohnt sich Responsive Design für eine Webseite?

Die Implementierung von Responsive Design lohnt sich bei jeder Webseite. Jedoch gibt es Webseiten, bei denen es sich mehr lohnt als bei anderen.

Wenn eine Webseite laut Statistik, wie zum Beispiel Google Analytics, viel über mobile Kleingeräte wie Smartphones und Tablets aufgerufen wird, sollte die Webseite optimiert werden. Denn nicht nur der Content sollte an die Zielgruppe angepasst werden, sondern auch das Webseiten-Layout und die Navigation der Webseite.

Der Trend geht zur mobilen Internetnutzung.

Die Trend-Orientierung spielt hier auch eine gewisse Rolle. Da immer mehr Nutzer Webseiten über mobile Endgeräte aufrufen, sollte die Webseite früher oder später an verschiedene Bildschirmgrößen angepasst werden.

Außerdem werden immer mehr Geräte mit verschiedenen Bildschirmgrößen auf dem Markt gebracht. Anstelle einer dominanten Bildschirmgröße auf dem Markt, existieren viele unterschiedliche Bildschirmgrößen bei Tablets und Smartphones.

Wenn ein Webseiten-Relaunch bevorsteht oder die Webseite öfter überarbeitet wird, lohnt sich die Umrüstung auf ein Responsive Webdesign. Bei häufigen Updates für die Webseite, wie Änderungen oder Ergänzungen, kann Responsive Design von Vorteil sein. Anstelle einer Änderung von mehreren Webpages wird nur eine Seite bearbeitet, die dann für alle Geräte zugängig ist. (4)

Welche Alternativen gibt es zum Responsive Design?

Anstelle vom Responsive Design kann eine Webseite auch mit einem Adaptive Layout optimiert werden. Adaptive wird hier als Anpassungsfähig übersetzt. Beim Adaptive Layout wird die Webseite für verschiedene Displaygrößen angepasst. Hier werden jedoch nicht alle Bildschirmgrößen erfasst, sondern nur die Ansicht für Desktops, Tablets und Smartphones. (6)

Somit ist das Layout der Webseite festgelegt. Die Abmessungen werden hier vorbestimmt und nicht individuell an das Gerät angepasst. So werden zum Beispiel Bildschirmgrößen der meist-verkauften Tablets und Smartphones auf das Webseiten-Layout programmiert. (6)

  • Responsive Design: Webseite wird für alle verschiedenen Bildschirmgrößen individuell angepasst
  • Adaptive Layout: Webseite wird nur für ein bis zwei vorbestimmte Bildschirmgrößen optimiert

Die Methode des Adaptive Layouts funktioniert ähnlich wie beim Responsive Design. Hier werden auch Media-Queries verwendet, die die Bildschirmabmessung des Geräts abfragen und an den Server weitergeben. Wenn jedoch die Bildschirmabmessung nicht mit der vorbestimmten Abmessung der Webseite übereinstimmt, wird die Webseite nicht optimal angezeigt. (6)

Wenn der Bildschirm des Geräts zum Beispiel größer oder kleiner ist als die Webseite, werden Text und Bilder verkleinert oder skaliert, sodass die Webseite an Qualität verliert. Es kann sogar passieren, dass auf einem kleinen Tablet die Smartphone-Version der Seite angezeigt wird, da das Format nicht übereinstimmt. (6)

Wie schon in den vorherigen Absätzen erwähnt kann eine schlechte Webseiten-Ansicht zu vielen negativen Folgen führen. Ob die Webseite letztendlich mit Responsive Design oder Adaptive Layout optimiert werden soll, ist jedem selbst überlassen. (6)

Welche Vor- und Nachteile gibt es beim Responsive Design?

Responsive Design hat viele Vorteile, wie du in den vorherigen Absätzen schon lesen konntest.

Vorteile:

  • Gleichbleibende Qualität
  • Eine Webseite für alle Geräte
  • Geringer Pflegeaufwand
  • Verbessertes Ranking
  • Professionelles Image

Nachteile:

  • Aufwendig
  • Lange Entwicklungsphase
  • Teuer
  • Reduzierung von Inhalt

Da das Ranking von der Anzeigequalität abhängig ist, empfiehlt es sich Responsive Design bei der Webseiten-Gestaltung zu implementieren. So bleibt der Inhalt der Webseite auf allen Endgeräten gleich. Der Pflegeaufwand nimmt ab sowie die Gefahr, doppelten Inhalt zu erstellen. Zudem hat eine optimierte Webseite einen Wiedererkennungswert und wirkt professionell. (1, 4)

Das wirkt sich auf das Ranking aus: Das Suchmaschinen-Ranking wird durch eine optimierte Webseite verbessert, sodass mehr potenzielle Webseitenbesucher angezogen werden. Wenn der Besucher länger auf der Seite verbringt, werden mehr Informationen vermittelt, die dann zu Kauf anreizen können. Zusammenfassend führt eine gute Ansicht zu einer verbesserten User-Experience, die dann zu mehr Conversion führt. (3, 4)

Zwar ist Responsive Design teuer, jedoch kann die Erstellung von Websites für verschiedene Bildschirmgrößen erspart werden. Generell ist die Erstellung von Responsive Designed Webseiten zeitaufwendiger aufgrund der langen Entwicklungsphase. Außerdem müssen Inhalte reduziert werden, was sich als schwer beweisen kann. (4)

Responsive Design ist im Moment die einzige Möglichkeit, eine Webseite für alle Gerätetypen zu erstellen, ohne dass die Qualität beeinträchtig wird. (4)

Fazit

Webseiten mit Responsive Design sind wichtig für die gleichbleibende Qualität deiner Webseite. Wenn der Webseitenbesucher sich auf deiner Seite wohlfühlt, vermittelt das nicht nur ein professionelles Image, sondern kann auch zu einer erhöhten Kaufchance führen. Dies hat auch eine positive Wirkung auf das Google-Ranking der Webseite. Durch gute Bewertungen, wie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite, wird diese höher im Suchmaschinen-Ranking erscheinen und mehr potenzielle Kunden anziehen.

Um deine Webseite zu optimieren, gibt es verschiedene Methoden, Programme oder vorgegebene Layouts. Anfangs kann es schwer sein, Informationen zu kürzen. Jedoch lohnt sich der Aufwand eine Webseite mit Responsive Design zu erstellen durch die vielen positiven Auswirkungen im Bereich SEO und Kundenzufriedenheit.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.responsive-webdesign.mobi/was-ist-responsive-webdesign/

[2] https://wiki.selfhtml.org/wiki/HTML/Tutorials/responsive_Webdesign

[3] https://de.ryte.com/wiki/Responsive_Design

[4] https://www.onlinemarketing-praxis.de/webdesign-webentwicklung/was-ist-responsive-webdesign

[5] https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-responsive-design

[6] https://blog.kulturbanause.de/2012/11/adaptive-website-vs-responsive-website/#chapter2

Bildquelle: Domenico Loia / unsplash

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