Zuletzt aktualisiert: September 22, 2021

Ob Online-Shop oder Infoseite: Gut aufgebaute Websites lassen nicht nur potentielle Kunden länger auf der Page verweilen, auch wird deine Seite bei einer passenden Suchanfrage höher gelistet. Sitemaps legen die hierarchische Struktur der Seite fest und sind daher unerlässlich für eine gute SEO-Praxis.

In diesem Artikel erklären wir dir, was eine Sitemap genau ist, wie man sie erstellen kann und welche Vor- und Nachteile sie bietet. Zusätzlich findest du hier ein paar Tipps, was du zusätzlich für ein besseres Ranking deiner Seite tun kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sitemaps liefern eine Struktur des Inhalts und des Aufbaus einer Website. Google rankt Seiten mit einem guten Inhaltsverzeichnis besser, deswegen kommen durch eine Sitemap auch mehr Besucher auf deine Seite.
  • Du kannst deine Sitemap per Hand erstellen oder du verwendest ein Tool, was dir in wenigen Sekunden eine Sitemap generiert.
  • Neben der Erstellung der Sitemap kannst du noch mehr für eine Suchmaschinenoptimierung tun: Verwende Bilder und Videos, praktiziere Keyword-Recherchen und gestalte holistische Beiträge.

Glossareintrag: Der Begriff Sitemap im Detail erklärt

Auf deutsch könnte man den Begriff mit “Seitenkarte” übersetzen, was jedoch nicht jedem zwingend etwas sagt. Deswegen hier die wichtigsten Fragen und um die Sitemap.

Was ist eine Sitemap?

Vereinfacht: Eine Sitemap ist eine Datei, die alle Unterseiten einer Website auflistet. Das ist erforderlich, damit Suchmaschinen, allen voran Google, die Seite anhand ihres Inhalts und ihrer Struktur einschätzen könne. Daher hat eine Sitemap direkten Einfluss auf das Ranking in Suchmaschinen (1).

Suchmaschinen benötigen eine inhaltliche Struktur, für die Website, die in den Suchergebnissen auftauchen soll. Erstelle eine Sitemap und werde besser in Google gerankt. (Bildquelle: kreatikar / Pixabay)

Meistens ist eine Sitemap.xml-Datei im Root-Verzeichnis einer Domain gespeichert. Dies sieht dann so aus: https://www.domain.de/sitemap.xml. So kannst du dir deine Sitemap jederzeit ansehen, vorausgesetzt, du hast eine erstellt, aber dazu kommen wir noch. Du kannst die Sitemaps auch in einem anderen Verzeichnis ablegen, was den Vorteil hat, dass Konkurrenten und Mitbewerber keinen Zugriff auf deine Seitenstruktur haben und sie somit keinen Wettberwerbsvorteil bekommen (2).

Wie wichtig ist eine Sitemap?

Besonders Google scheint so verlässliche Algorithmen zu haben, dass wir binnen weniger Sekunden genau das auffinden, nach dem wir gesucht haben. Das schafft die Suchmaschine, indem sie Googlebots (3) einsetzt.
Googlebots scannen rund um die Uhr Websiten, um die Suchergebnisse anzupassen.

Diese scannen immer wieder alle Websites nach Inhalt oder einer neuen Struktur, damit die Suchmaschine genau weiß, ob und wo sie eine Website bei einer bestimmten Suchanfrage ranken soll.

Seiten, die unbedingt eine Sitemap brauchen sind:

  • Datenbanken
  • Online-Shops
  • Seiten mit hohem Informationsgehalt und komplexer Struktur
  • wenig besuchte Seiten und Seiten ohne Werbung

Seiten, die nicht unbedingt eine Sitemap brauchen:

  • Sehr kleine Seiten
  • Hosting-Dienste wie Wix oder Jimdo: diese Seiten erstellen meist automatisch eine Sitemap für dich
  • Seiten mit wenigen Bild- und Videodateien, die nicht im Index angezeigt werden sollen

Eine Sitemap ist also unerlässlich, wenn du sichergehen möchtest, dass deine Seite auch in den Ergebnissen auftaucht. Da die Google-Crawler allerhand zu tun haben, kann es vorkommen, dass deine Seite nicht gefunden wird oder von Google nicht gelesen werden kann (4). Erstelle eine Sitemap, um dem entgegenzuwirken und wieder Besucher auf deine Seite zu locken. Im Folgenden wird dir erklärt, wie man eine Sitemap generiert.

Wie erstelle ich eine Sitemap?

Eine HTML-Sitemap zu erstellen ist nicht schwer, benötigt aber das ein oder andere Tool. Beispielsweise die Applikation XML Sitemaps (5) erstellt dir sofort ein Inhaltsverzeichnis deiner Seite, sodass Googlebots diese schneller finden können. Öffne die App und gib die URL deiner Website an. Nachdem du auf “Start” gedrückt hast, generiert das Tool dir eine Sitemap-Datei, die du herunterladen kannst.

Gegebenenfalls möchtest du deine Sitemap dann noch anpassen. Dafür eignet sich das Programm HTML Editor Phase 5, das ebenfalls kostenlos ist. Die fertige Datei lädst du dann auf den Webserver. Wenn du willst, kannst du die Datei auch direkt auf deiner Seite verlinken, sodass Besucher diese einsehen können. Bedenke jedoch, dass nun auch Konkurrenten Zugriff auf die Struktur deiner Seite haben.

Eine leichte Struktur der Website lässt sich ebenso von Hand erstellen, benötigt jedoch grundlegende Informatik-Kenntnisse.

Welche Arten von Sitemaps gibt es?

Generell verwendet man HTML-Sitemaps und XML-Sitemaps (6). Dabei wird die HTML-Datei unter “sitemap.html”, die XML-Datei unter “sitemap.xml” gespeichert. Die HTML-Sitemap ist ein großes Inhaltsverzeichnis zur Orientierung des Users auf der Seite, das meistens so grafisch aufgearbeitet wird, dass der Benutzer keine großen Schwierigkeiten haben sollte, an die gewünschte Unterseite der Website zu gelangen. Oft wird diese im Menü verlinkt.

Die XML-Datei hingegen ist eine Aufreihung von den Links der einzelnen Unterseiten und ist primär für die Suchmaschinenoptimierung und für die Googlebots geschrieben. Sie ist daher weniger übersichtlich, für Maschinen aber gut lesbar.

  • HTML-Sitemap: liefert ein Inhaltsverzeichnis, trägt zur Nutzerfreundlichkeit der Seite bei, ist grafisch aufgearbeitet
  • XML-Sitemap: primär zur SEO-Praxis, Textformat bestehend aus Links

Eine einzige Sitemap hat eine Kapazität von 50.000 Links. Wenn deine Website jedoch mehr Unterseiten hat, musst du mehrere anlegen (7).

Für Bilder gibt es zusätzlich eine spezielle XML-Datei, die weitere Merkmale, zum Beispiel den Ort der Aufnahme, an Google senden. Dies kann förderlich für das Ranking deiner Seite sein, wenn eine Google-Bildersuche durchgeführt wird. Wird das Bild gefunden, leitet es den User mit einem Klick an deine Domain weiter. Auch für Videos kannst du eine spezielle Sitemap erstellen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei einer Sitemap?

Da die meisten Google-Benutzer sich nicht mehr als höchstens die ersten zehn Ergebnisse der Suche ansehen, bleibt ihre Seite zunehmend ungeklickt, sollte sie nicht darin vorkommen. Per Hand kann eine Sitemap-Erstellung jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen. Hier die Vor- und Nachteile auf einen Blick:

Vorteile:

  • Verbesserung des Rankings in Suchmaschinen
  • verlässliche SEO-Maßnahme

Nachteile:

  • Zeitaufwand bei manueller Erstellung
  • Sichtbarkeit eventuell auch für Konkurrenten und Risiko der Nachahmung

Kann ich Google meine Sitemap zusenden?

Meistens wird ein Googlebot deine Seite innerhalb weniger Tage auffinden und indizieren. Hast du Pech, kann das auch mehrere Wochen dauern. Gehe auf Nummer sicher und reiche deine Sitemap einfach bei deiner Suchmaschine ein.

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste, der manuelle Ping, besteht darin, folgenden Request in die URL einzutragen: “http://www.google.com/ping?sitemap=http://www.meinedomain.de/sitemap.xml”. Hierfür empfiehlt Google, Umlaute zu encoden, da es sonst zu Problemen führen kann. Umlaute in deiner Domain kannst du mit einem URL-Decoder entfernen. Auch wird dem Nutzer geraten, sehr große Sitemaps in mehrere zu spalten und nur die kanonischen URLs anzugeben. Nachdem du die URL eingereicht hast, bekommst du eine Benachrichtigung, in der steht, dass deine Seite ab jetzt gecrawlt wird (8).

Eine andere, empfohlene Möglichkeit, deine Sitemap bei Google einzureichen, ist über die Google Search Console. Registriere dich oder melde dich bei der Search Console an, wähle die gewünschte Seite und klicke auf “Sitemaps”. Hier kannst du dann deine erstellte Sitemap eintragen, die daraufhin geprüft wird. Bei Problemen wirst du direkt benachrichtigt. Sollte ein Fehler bei der Einreichung auftauchen, kannst du dich an den Support von Google Search Console wenden.

Welche Alternativen zur Sitemap gibt es?

Falls du keine Sitemap erstellen willst, eignet sich eine benutzerfreundliche Navigation der Seite, die du ohnehin anstreben solltest. Wenn sich der Benutzer sofort auf der Seite auskennt und immer weiß, auf welchem Pfad er sich befindet, ist die Navigation gut.

User werden von unübersichtlichen Seiten schnell abgeschreckt. Erstelle eine nutzerfreundliche Website mit bedienbarer Navigation, um die Nutzer auf deiner Seite zu behalten. (Bildquelle: Campaign Creators / Unsplash)

Auch Suchfelder sind unerlässlich für eine benutzerfreundliche Oberfläche. Diese werden extrem häufig von den Usern verwendet, um ein bestimmtes Keyword auf der Seite zu finden. Mach es deinen Usern so einfach wie möglich, wenn du nicht willst, dass diese genervt deine Seite verlassen, da sie nicht sofort finden können, wonach sie suchen.

Was kann ich noch tun, damit meine Seite möglichst weit oben in den Suchergebnissen angezeigt wird?

Da die Suchmaschinenoptimierung eine Wissenschaft für sich ist, braucht es ein komplexes Verständnis für das Geschehen in Suchmaschinen, deren Algorithmen und ihr Ranking. Hier ein paar einfach umzusetzende Tricks, bei der deine Seite bestimmt höher in den Suchergebnissen auftaucht:

  • Verwende Bilder und Videos: Grafische Inhalte sind unerlässlich für deine Seite, denn diese wecken nicht nur die Aufmerksamkeit deiner User. Achte darauf, dass die Größe deines Bildes zum Textformat deiner Seite passt. Der Dateiname sollte das Keyword enthalten. Auch kannst du die Metadaten deines Bildes angeben. Bei Videos solltest du auf ein ansprechendes Thumbnail achten und es sollte seriös und nicht zu lang sein (9).
  • Keyword-Recherche: Damit deine Inhalte mit den Suchanfragen deiner potentiellen User übereinstimmen, solltest du Keywordtools verwenden. Diese können genau ermitteln, welche Formulierung am häufigsten gesucht wird. Diese Recherche sollte dann auch ein Leitfaden für die Formulierung deiner Inhalte sein (10).
  • Längere Artikel werden bei Google besser gerankt, da sie meist mehr mit dem Thema verwandte Themen ansprechen und das sehr häufig hilfreich für die User ist. Gestalte also holistische Beiträge und verlinke auf verwandte Themen. Erstelle zusätzlich ein Inhaltsverzeichnis für jede Unterseite. Diese geben den Usern eine Orientierungshilfe.

Eins solltest du jedoch immer im Blick haben: Deine Seite kann noch so gut gerankt sein, wenn sie nicht hilfreich ist und den Usern keinen Mehrwert gibt, ist das nutzlos. Versuche also einen positiven Eindruck bei den Benutzern zu hinterlassen.

Fazit

Willst du bei Suchanfragen bei Suchmaschinen mit deiner Website hoch gerankt sein, damit viele Besucher deine Inhalte lesen können, ist eine Sitemap unerlässlich. Mit einem Tool ist diese schnell erstellt und Google kann sich mithilfe der Bots ein Bild von deiner Seite machen.

Falls du keine Sitemap erstellen willst, kann auch eine userfreundliche Benutzeroberfläche von Vorteil für dein Ranking sein. So kann es passieren, dass du auch ohne Sitemap einen guten Platz im Google-Ranking bei passenden Suchanfragen bekommst. Wer auf Nummer sicher gehen will, erstellt sich jedoch eine Sitemap und reicht sie entweder manuell oder bei der Google Search Console ein. Neben der Sitemap gibt es bezüglich der SEO noch mehr zu tun: Gestalte deine Seite benutzerfreundlich, spreche viele verwandte Themen an und biete einen grafischen Mehrwert für deine Besucher.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.rankingcoach.com/de-de/news/seo-grundwissen-was-ist-eine-sitemap-und-wof%C3%BCr-braucht-man-die-#:~:text=%22Eine%20Sitemap%20ist%20eine%20Datei,eine%20Webseite%20intelligenter%20zu%20crawlen.%22

[2] https://www.fandangoseo.com/de/benefits/sitemaps/

[3] https://kundenwachstum.de/googlebot/

[4] https://www.trafficdesign.de/knowhow/seo/google-findet-meine-seite-nicht

[5] https://www.xml-sitemaps.com/

[6] https://www.ithelps-digital.com/de/blog/webseiten/sitemap

[7] https://www.sistrix.de/frag-sistrix/sitemaps/wie-erstelle-ich-eine-sitemap-meiner-website/

[8] https://www.sistrix.de/frag-sistrix/sitemaps/wie-kann-ich-eine-sitemap-bei-google-einreichen/

[9] https://www.smart-pr.de/de/news/1868-seo-mit-bildern-videos-bei-google-ranken/

[10] https://www.webmarketiere.de/beitrag/seo-tipps-fuer-anfaenger.html

Bildquelle: Domenico Loia / unsplash

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