Zuletzt aktualisiert: September 22, 2021

Wenn du dich mit dem Thema der Online Werbung beschäftigst, hast du sicherlich schon einmal den Begriff Viewable Impression gehört. Doch was ist eigentlich eine Viewable Impression? Und wozu wird diese im digitalen Marketing eingesetzt?

In diesem Beitrag erfährst du alles, was zu über eine Viewable Impression in 2021 wissen musst. Wir erklären dir, was eine Viewable Impression ist, wie diese berechnet wird und wofür diese eingesetzt wird. Außerdem geben wir dir Tipps, wie du die Anzahl an Viewable Impressions auf deiner Seite erhöhen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Viewable Impression ist ein Messkriterium für die Sichtbarkeit von digitalen Anzeigen. Sie gibt an, wie häufig eine Anzeige tatsächlich von einer realen Person gesehen wurde.
  • Die Viewable Impression wird häufig in Zusammenhang mit dem Tausender-Kontakt-Preis verwendet und löst somit die Page Impression als Standard Messinstrument für die Aufrufe von Werbeanzeigen ab.
  • Bei der Berechnung der Viewable Impression gilt die 50/1 Regel. Diese besagt, dass 50 % der Werbeanzeige mindestens eine Sekunde lang gesehen werden müssen, um als eine gesehene Impression gezählt zu werden. Videos müssen mindestens 2 Sekunden lang gesehen werden.

Glossareintrag: Der Begriff Viewable Impression im Detail erklärt

Um dich umfassend über das Thema Viewable Impression zu informieren, haben wir die wichtigsten Fragen zu diesem Thema herausgesucht und für dich beantwortet. So bist du mit diesem Beitrag bestens über das Thema informiert.

Was ist eine Viewable Impression?

Eine Viewable Impression wird im Deutschen auch als sichtbare Impression bezeichnet. Sie ist ein Messkriterium im digitalen Marketing, welches angibt, wie häufig eine Anzeige tatsächlich gesehen wurde. Die Viewable Impression wurde vom International Advertising Bureau (IAB) als Standard Messkriterium für die Sichtbarkeit von Anzeigen vorgestellt (1).

Die Viewable Impression wird im digitalen Marketing für die Bewertung der Sichtbarkeit von Werbeanzeigen verwendet. Sie dient somit auch der Optimierung der Werbestrategie (Bildquelle: unsplash / Carlos Muza)

Die Viewable Impression wird häufig im Zusammenhang mit Abrechnungsmodellen für die Ausspielung von Werbeanzeigen, wie etwa dem Tausender-Kontakt-Preis, verwendet.

Im Gegensatz zu der Page Impression wird eine Anzeige bei der Viewable Impression nur als gesehen gezählt, wenn sich diese im sichtbaren Bereich des Nutzers befunden hat. Damit ist die Anzahl an Viewable Impressions in der Regel geringer als die der Page Impressions.

Warum sind Viewable Impressions im digitalen Marketing wichtig?

Viewable Impression als Messmethode für den Erfolg von digitalen Anzeigen haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Messkriterien, wie etwa der Page Impression. Sie berücksichtigen, ob eine Anzeige tatsächlich von einer Person gesehen wurde. Somit müssen Werbetreibende nicht für Anzeigen bezahlen, die von niemandem gesehen wurden (1). Eine 100 prozentige Aussagekraft hat jedoch auch dieses Messkriterium nicht.
Viewable Impressions berücksichtigen, ob eine Anzeige tatsächlich von einer realen Person gesehen wurde.

Durch die Verwendung von Viewable Impression als Messkriterium können bei den Werbetreibenden in erster Linie Kosten gespart werden. Zusätzlich ermöglicht das Messkriterium der Viewable Impression auch eine bessere Optimierung der Online-Marketing Strategie von Unternehmen.

Durch einen genaueren Überblick, welche Anzeige wie häufig gesehen wurde, lässt sich die Effizienz der Anzeigen besser beurteilen und die Platzierung zukünftiger Anzeigen besser planen (1).

Auch Google bietet schon seit Längerem die Option für Werbetreibende an, nur für gesehene Werbeanzeige zu bezahlen. Dabei richtet sich Google nach der sogenannten 50/1 Regel, nach der mindestens 50 % der Werbeanzeige für mindestens 1 Sekunde lang gesehen werden müssen. (3). Die Viewable Impressions können bei Google mit dem Tool “Active View” gemessen werden (6).

Welche alternativen Messkriterien gibt es?

Neben der Viewable Impression gibt es noch weitere Messkriterien, die für die Berechnung von Werbepreisen eingesetzt werden. Im Nachfolgenden haben wir eine Übersicht über die verschiedenen Alternativen für dich zusammengestellt:

Hier eine Übersicht über die alternativen Messkriterien.

Eine gänge Messmethode ist die Page Impression, die auch als PI abgekürzt wird. Eine Page Impression gibt an, wie häufig eine Website abgerufen wurde. Werbeanzeigen, die auf einer Website angezeigt werden, werden häufig mit dem Tausender-Kontakt-Preis abgerechnet. Dieser gibt an, wie viel für tausend Kontakte bezahlt werden muss (2).

Page Impressions berücksichtigen nicht, ob die Anzeige tatsächlich gesehen wurde.

Page Impressions berücksichtigen jedoch nicht, ob die Anzeige auch tatsächlich von einer realen Person gesehen wurde. Im Gegensatz zu den Viewable Impressions zählen die Page Impressions zum Beispiel auch den Seitenaufruf durch einen Crawler als einen Besuch auf der Seite. Ebenso berücksichtigen die Page Impressions nicht, ob die Anzeige im Sichtfeld des Nutzers lag (2).

Die Definition einer Impression kann dabei je nach Plattform variieren. Facebook zählt eine Impression, wenn eine Anzeige auf den Bildschirm des Nutzers gelangt. Bei Google wird eine Impression gezählt, wenn diese bei Google oder dem Google-Netzwerk erscheint. Daher wird häufig eine Impression gezählt, obwohl den Plattformen bewusst ist, dass die Anzeige von dem Nutzer nicht gesehen wurde (9).

Eine weitere gängige Abrechnungsmethode für digitale Werbeanzeigen ist das sogenannte “Pay-per-Click”. Hier zahlt der Werbetreibende nicht für die Ausspielung seiner Werbung, sondern für die Klicks, die auf seine Anzeige getätigt werden. Diese Methode kommt zum Beispiel häufig bei Google Ads zum Einsatz (8).

Wie wird die Sichtbarkeit berechnet?

Eine Viewable Impression kommt zustande, wenn eine Anzeige zu mindestens 50 % aufgebaut ist und mindestens 1 Sekunde lang gesehen wurde (1). Videos müssen mindestens 2 Sekunden lang gesehen werden. Bei größeren Anzeigen ab 242.000 Pixel ist es bei Google ausreichend, wenn 30 % der Anzeige geladen wurde (6).

Bei der Berechnung der Sichtbarkeit von Anzeigen wird die 50/1 Regel verwendet.

Damit eine Anzeige als gesehen betrachtet wird, muss sie sich im gesehenen Bereich des Nutzers befinden (3). Um die Sichtbarkeit verschiedener Anzeigen miteinander zu vergleichen, wird die Viewability Rate verwendet. Diese ergibt sich aus dem Verhältnis der gesehenen Werbeanzeigen und den der insgesamt ausgespielten Anzeigen in der gleichen Werbeplatzierung, also den Page Impressions (4).

Wann wird eine Impression nicht als sichtbar betrachtet?

Es gibt viele verschiedene Gründe, weshalb eine Impression nicht als sichtbar gewertet wird. Mögliche Gründe umfassen (5):

  • Der Nutzer bleibt weniger als 1 Sekunde auf der Seite
  • Der Nutzer hat einen Ad-Blocker installiert
  • Der Nutzer scrollt nicht in den Bereich der Seite, wo die Werbung platziert ist
  • Die Seite wird nicht von einer realen Person aufgerufen, sondern von einem Crawler,
  • Proxy-Server oder Spider
  • Das Gerät des Nutzers verfügt nicht über das notwendige Plug-in zum Darstellen der Medien

In diesen Fällen wird ein Aufruf der Seite nicht als eine Viewable Impression gezählt und Werbetreibende müssen nicht für diese Impression zahlen.

Wie können die Viewable Impressions vermehrt werden?

Für Herausgeber ist die Vermehrung von Viewable Impressions von großer Bedeutung, da sie so ihre Werbeeinnahmen maximieren können. Wir haben hier eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten, mit denen die Viewable Impressions vermehrt werden können, zusammengestellt:

  • Sichtbarkeit optimieren: Um die Anzahl an Viewable Impressions zu erhöhen, können Herausgeber ihre Seite für die Sichtbarkeit optimieren. Dies kann durch eine Verkürzung der Seitenlänge oder durch die Platzierung von Werbeblöcken “Above the Fold”, also im oberen Bereich der Website, erreicht werden (5). Auch der Einsatz von Werbeblöcken, die an einer bestimmten Stelle haften bleiben, können die Anzahl an Viewable Impressions erhöhen.
  • Größere Darstellung von Videos: Bei Videos kann zudem eine größere Darstellung die Sichtbarkeit erhöhen. Videos in dem Format 2560 × 1440 Pixel haben durchschnittlich eine Viewability Rate von 95 %, während Videos in einem Format von 854 × 480 Pixel nur eine durchschnittliche Viewability Rate von 88 % haben (7).
  • Ladezeit verringern: Die Ladezeit der Seite und der Werbung sollte optimiert werden. Denn Werbung, die zu lange lädt, wird häufig nicht gesehen. Die Ladezeit der Seite kann durch sogenanntes “Lazy Loading” verbessert werden. Hierbei werden Inhalte, die weiter unten auf der Seite platziert sind, erst geladen, wenn der Nutzer in diesen Bereich scrollt. Auch die Vermeidung von Passbacks kann die Sichtbarkeit von Anzeigen erhöhen (7).
  • Optimierung für mobile Geräte: Herausgeber sollten ihre Seiten für mobile Geräte, wie etwa Smartphones, optimieren. Dies kann unter anderem durch die Verwendung von responsive Vorlagen erreicht werden, die die Werbung automatisch an das verwendete Gerät anpassen (5).

Die optimale Platzierung von Werbeanzeigen ist immer abhängig von dem Aufbau der Seite. Interessanter und relevanter Content erhöht dabei die Aufmerksamkeit bei dem Nutzer und hält diesen länger auf der Seite. Somit ist letztendlich auch der Content entscheidend für die Sichtbarkeit von Anzeigen (7).

Fazit

Die Viewable Impression ermöglicht eine genauere Erfassung der Sichtbarkeit von Anzeigen und ermöglicht somit eine effizientere Optimierung der Werbestrategie. Als Messkriterium für die Berechnung von Werbekosten, beispielsweise in der Verbindung mit dem Tausender-Kontakt-Preis, trägt die Methode der Viewable Impression auch zur Kostenreduktion von Werbetreibenden bei.

Auf der anderen Seite erhöht die Viewable Impression den Anreiz für Herausgeber, die Sichtbarkeit von Anzeigen auf ihrer Seite zu verbessern. Dies kann durch die Optimierung der Seite, wie etwa der Ladezeit oder durch die richtige Platzierung von Anzeigen, erreicht werden. Generell gilt, dass ein relevanter Content die Nutzer länger auf einer Seite hält und somit die Sichtbarkeit der Anzeigen verbessert.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-viewable-impression

[2] https://www.seo-kueche.de/lexikon/page-impressions/

[3] https://de.ryte.com/wiki/Viewable_Impression

[4] https://www.werbewoche.ch/marketing/2017-08-11/was-ist-eigentlich-eine-visibility-rate

[5] https://www.optimizely.com/de/optimization-glossary/viewable-impression/

[6] https://support.google.com/admanager/answer/4524488?hl=en

[7] https://support.google.com/admanager/answer/6199883

[8] https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-cost-per-click-cpc

[9] https://www.merkleinc.com/blog/what-advertisers-should-know-about-impressions-vs-viewable-impressions

Bildquelle: pixabay / StartupStockPhotos

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