Zuletzt aktualisiert: September 22, 2021

Mit den nachstehenden Informationen über virales Marketing möchten wir dir alle aufkommenden Fragen klären und die wichtigsten Informationen aufführen. Dadurch erhältst du einen Ein- und Überblick in das Thema des viralen Marketings und dessen Funktionsweisen.

Es werden dir die Stolpersteine, Vor- und Nachteile wie auch die verschiedenen Arten und Methoden von viralem Marketing aufgeführt. Zudem erläutern wir in diesem Artikel, auf was du zwingend Achten musst, um eine virale Verbreitung zu unterstützen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Virales Marketing kann mit geringem Budget enorme Aufmerksamkeit generieren. Sowohl positiv als auch negativ.
  • Das Verbreiten der Werbebotschaft kann mit dem sogenannten Seeding gezielt unterstützt werden. Ab einer kritischen Masse ist die kontrollierte Verbreitung jedoch nicht mehr möglich.
  • Die Werbebotschaft muss den Konsumenten auf emotionaler Ebene ansprechen, um die Wahrscheinlichkeit der viralen Verbreitung zu steigern. Jedoch sollte die Marke bzw. das Produkt nicht außer Acht gelassen werden.

Glossareintrag: Der Begriff virales Marketing im Detail erklärt

Die folgenden Fragen sollen dir einen besseren Überblick über das Thema virales Marketing bieten. Wir wollen damit offene Fragen klären sowie neue Gedankengänge anstoßen.

Was ist virales Marketing?

Virales Marketing zählt zu der Kategorie des Social-Media-Marketings. Das Prinzip des viralem Marketings stützt sich beim Verbreiten der Werbebotschaft vor allem auf Social-Media-Plattformen und deren Benutzer. Dadurch soll erzielt werden, mit der Werbebotschaft so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu erreichen.

Diese Marketingstrategie funktioniert mithilfe der Benutzer auf Plattformen wie Facebook, Youtube, Instagram, Twitter usw., welche die Werbebotschaft Posten und so mit ihren Freunden Teilen (1).

Ist die Werbebotschaft stark genug, verhält sich das ganze wie ein Virus der von Mensch zu Mensch weiter gegeben wird.

Da die Benutzer der Social-Media-Plattformen den Erfolg einer viralen Marketingstrategie enorm beeinflussen, ist ein genaues Planen der Kampagne nicht möglich. Durch ein einziges Teilen des Werbebeitrages wird dieser weiteren zahlreichen Personen präsentiert.

Je nach Koordination und Inhalt der Botschaft ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es einem weiteren Benutzer anspricht und dieser den Beitrag wiederum mit seinen online Followern teilt. Es ist im Prinzip wie ein Schneeball-System nur auf freiwilliger und kostenfreier Basis.

Tagtäglich nutzen abertausende Menschen Social Media. Durch den schnellen und einfachen Zugang kann dadurch in kürzester Zeit eine enorme große und auch internationale Zielgruppe erreicht werden. (Bildquelle: Camilo Jimenez / Unsplash)

Durch die kostenlose Registrierung und Nutzung sozialer Medien ist eine virale Marketingkampagne im Vergleich meist sehr kostengünstig, allerdings unkontrollierbarer.

Wie funktioniert virales Marketing?

Die Werbung sollte lediglich eine indirekte Werbebotschaft enthalten, da das Prinzip des viralen Marketings bei offensichtlich erkennbarer Werbung nur bedingt funktioniert. Das virale Marketing spricht vor allem die emotionale Eben an, weshalb klare Werbebotschaften eher ungeeignet dafür sind (2).

Ist ein Konsument bzw. Nutzer der Werbung positiv gestimmt, wird er es dementsprechend mit seinen Mitmenschen teilen. Dies passiert meist Online mithilfe von Social-Media-Plattformen, kann allerdings auch durch Mundpropaganda Offline passieren (3).

Für eine erfolgreiche Marketingkampagne mit viralem Faktor ist es notwendig die sogenannte “kritische Masse” zu erreichen. Dadurch erreicht man, dass die Werbung ein Selbstläufer wird und sich mithilfe der Nutzer der Social-Media-Plattformen selbst verbreitet, ohne dass ein weiteres Zutun vonnöten ist.

Das Wichtigste im viralen Marketing ist, zu wissen, wer die Zielgruppe ist.

Durch das Verständnis der Zielgruppe kann die Werbebotschaft und die Werbung selbst perfekt auf die Zielgruppe abgestimmt werden. Dadurch schafft man die beste Grundlage, um mit einer Werbung viral zu gehen und möglichst schnell und effektiv die kritische Masse zu erreichen.

Mithilfe von Seeding wird das Erreichen einer großen Reichweite gefördert. Unter Seeding versteht man das gezielte Platzieren der Werbebotschaft mithilfe großer sozialer Seiten oder Menschen. Hierbei wird oft mit so genanten Influencern kooperiert. Diese haben eine große Reichweite und es werden dadurch noch mehr Menschen noch schneller erreicht (4).

Welche Arten von viralem Marketing gibt es?

Im viralen Marketing unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Marketing Strategien:

Aktives virales Marketing

Beim aktiven viralen Marketing werden Hilfsmittel benötigt, um einen Nutzer, Interessenten oder Konsumenten dazu zu bringen die Werbung mit anderen zu Teilen. Die Werbebotschaft muss nicht zwingend einen Zusammenhang mit einem Produkt oder dem Unternehmen selbst aufweisen. Der Fokus liegt in diesem Fall auf dem Vergrößern der Reichweite und nicht auf dem Verkaufen von Produkten.

Passives virales Marketing

Anders als beim aktiven viralen Marketing muss hier das Produkt den Nutzer, Interessenten oder Konsumenten überzeugen. Dadurch entsteht eine emotionale Bindung zum Produkt und/oder dessen Mehrwert für den Konsumenten. Somit muss das Produkt selbst die Eigenschaft haben, ein viraler Faktor zu sein.

Welche Strategie angewendet wird, hängt ganz davon ab welches Ziel die Werbung und deren Werbeinhalt haben soll. Je nach Produkt, Unternehmen und der definierten Zielgruppe ist zu entscheiden, ob eine aktive oder passive Marketing Kampagne effektiver sein wird.

Welche Vorteile gibt es bei viralem Marketing?

Die Vorteile von viralem Marketing sind vielseitig und beziehen sich nicht nur auf die Werbebotschaft selbst. Wir haben dir aufgeführt, welche Vorteile auftreten könnten und diese ausführlicher erklärt.

  • kostengünstig
  • möglicher Langzeiterfolg
  • extrem schnelle Verbreitung
  • Vertrauen gegenüber der Marke

Der wohl größte Vorteil von viralem Marketing ist der, dass es sehr kostengünstig sein kann. Aufgrund der Tatsache, dass die Plattformen und Kanäle fast immer unentgeltlich zur Verfügung stehen fallen dort keine zusätzlichen Kosten an.

Es muss lediglich die Kampagne sowie die Werbebotschaft gut geplant und organisiert sein. Eine virale Werbebotschaft löst bestenfalls positive Emotionen beim Verbraucher aus. Dadurch wird diese Botschaft auch Wochen, Monate oder sogar Jahre später immer wieder aufgerufen und erneut konsumiert.

Die Strategie und Umsetzung bei einer Marketingkampagne ist enorm wichtig. Durch eine perfekte Vorbereitung und Ausarbeitung kann die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass eine Werbekampagne viral geht. (Bildquelle: You X Ventures / Unsplash)

Mithilfe von Multiplikatoren wie Influencer kann die Werbebotschaft extrem schnell extrem viele Menschen erreichen und hat einen positiven Nebeneffekt auf die Werbebotschaft wie auch das Unternehmen selbst.

Mit dem teilen sinkt bei den Followern des Influencers die Hemmschwelle den Werbepost ebenfalls zu teilen. Hinzu kommt, dass die Marke durch das Verbreiten über Influencer und Freunde eine größere Sichtbarkeit wie auch größeres Vertrauen erhält.

Welche Nachteile gibt es bei viralem Marketing?

Gegenüber den Vorteilen gibt es natürlich auch Nachteile, die du nicht außer Acht lassen solltest. Wir haben sie dir nachstehend aufgeführt und dir erklärt, was hinter den einzelnen Punkten steckt.

  • Risiko der Fehlinterpretation
  • nicht 100% kontrollierbar
  • keine genaue Erfolgsmessung

Bei viralem Marketing hängt der Erfolg von der Verbreitung ab. Diesen erzielt man, in dem man die Werbebotschaft mutig genug verpackt. Es ist dabei essenziell, sich auf dem schmalen Grat zwischen zu riskant bzw. extrem und zu vorsichtig zu bewegen.

Hierbei kann die Werbebotschaft auch falsch interpretiert werden und negative Folgen für das Produkt und das Unternehmen selbst haben.

Aufgrund dessen, dass die Verbreitung der Werbebotschaft mithilfe von externen Personen geschieht, kann man die Publikation nur bedingt kontrollieren. Ab einem gewissen Grad hat man keinen Einfluss mehr darauf, wer die Werbebotschaft teilt.

Lediglich in der Anfangsphase und dem bereits erwähnten Seeding ist es möglich, die Verbreitung gezielt zu steuern. Dadurch kann die Werbebotschaft auf Konsumenten treffen die außerhalb der Zielgruppe sind und die diese Botschaft als negativ auffassen (5).

Durch die unzähligen Faktoren, auf die man während einer viralen Marketing Kampagne keinen Einfluss hat, lässt sich eine Erfolgsmessung nur grob durchführen. Nicht jeder der die Werbebotschaft teilt oder weiterempfiehlt, findet auch das Produkt gut.

Was macht gutes virales Marketing aus?

Wie schon erwähnt, gibt es keine goldene Regel für virales Marketing. Man hat nur eingeschränkt Einfluss auf die Verbreitung der Werbebotschaft. Dennoch gibt es einige Punkte die zwingend beachtet werden sollten, um grundlegende Fehler zu vermeiden und die Wahrscheinlichkeit eines viralen Effektes zu erhöhen.

  • Die Zielgruppenanalyse ist wohl mit der wichtigste Punkt. Genau zu wissen, wer die Zielgruppe ist, wie diese Medien konsumiert und wie die allgemeine Kommunikationsweise dieser ist, ist essentiell für den Inhalt und das Format der Werbebotschaft.
  • Der Inhalt der Werbebotschaft ist ein weiterer, sehr wichtiger Faktor. Hierbei muss definiert werden, ob ein Produkt, eine Marke oder das Image eines Unternehmens beworben werden soll. Es muss ebenfalls entschieden werden, auf welcher emotionalen Ebene der Konsument angesprochen werden soll.
  • Kreativität ist wertvoller als das Budget. Schon mit kleinstem Videoequipment kann eine kreative Idee gut umgesetzt werden. Hierbei geht es um den Einfallsreichtum mit der die Werbebotschaft verpackt ist, nicht um das Equipment, mit dem die Werbebotschaft produziert wurde.
  • Richtiges Seeding kann die Wahrscheinlichkeit enorm vergrößern, mit einer Werbebotschaft viral zu gehen. Hierbei stützt man sich auf die Zielgruppenanalyse um zu recherchieren, welche Influencer die größte Überschneidung mit der Zielgruppe haben. Mit diesen kann dann kooperiert werden, damit sie die Werbebotschaft mit ihren Followern teilen.

Mit diesen Tipps im Hinterkopf ist dir eine Garantie für eine virale Marketing Kampagne nicht gegeben, aber du bist einige Schritte näher dran.

Fazit

Virales Marketing kann seine Vor- und Nachteile haben. Es ist eine Marketingstrategie, auf die man nur bedingt Einfluss hat. Dennoch ist es eine gute Möglichkeit mit wenig Budget eine hohe Reichweite generieren zu können. Ein Garant dafür, dass eine Werbebotschaft viral geht, gibt es nicht. Man kann lediglich alle nötigen Schritte dafür einleiten. Ob sie letzten Endes viral gehen wird, hängt vom Inhalt sowie den Nutzern der einzelnen Plattformen ab.

Wichtig hierbei ist nur, dass der Kunde neben der emotionalen Ebene, die ihn zum teilen und weiterleiten verleiten soll, die Marke bzw. das Produkt erkennt. Nur so bringt die Marketingkampagne auch etwas.

Zusammengefasst ist es wichtig die Zielgruppe so präzise wie möglich zu kennen und zu analysieren, Kreativität ist bedeutender als das Budget und trau dich mit der Kampagne positiv aufzufallen und anzuecken.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19033151/

[2] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31486666/

[3] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30589859/

[4] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30839789/

[5] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18332064/

Bildquelle: 123rf / Josep Suria

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